Börse: Dax stabil erwartet – Rekordhoch in Sichtweite

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Blick in den Handelssaal der Deutschen Börse (Archivaufnahme)

Der Dax dürfte es am Dienstag nach seinem starken Wochenauftakt erst einmal langsamer angehen lassen. Der Leitindex wird solide erwartet, wie eine Taxe des Brokers IG zeigt. Diese lässt zwei Stunden vor dem Auftakt ein Plus von 0,13 Prozent auf 13 153 Punkte erwarten. Zu seinem Rekord von 13.596 Punkten aus dem Januar fehlen derzeit noch etwa 3,5 Prozent.

Die Hoffnung auf den Abschluss eines Teilabkommens im Handelsstreit zwischen den USA und China hatte den Dax am Vortag über die 13.000 Punkte getrieben und an der Wall Street die Rekordjagd weiter befeuert. Am Dienstag dürfte die Berichtssaison wieder neue Akzente setzen: Unter anderem gilt es Resultate vom Spezialchemiekonzern Evonik und dem Immobilienkonzern Vonovia zu verarbeiten.

Im Dax könnte SAP noch einen Blick wert sein: Der Softwarekonzern will deutlich mehr Geld an seine Aktionäre verteilen. Ansonsten hält die Agenda am Nachmittag mit dem ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor noch einen weltweit beachteten Frühindikator bereit.


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Euro wenig verändert – Franken unter Druck

Der Euro hat sich am Dienstag im frühen Handel nur wenig im Kurs verändert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1130 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag noch auf 1,1158 Dollar festgesetzt.

Unter Druck standen am Morgen der japanische Yen und der Schweizer Franken. Auslöser waren Presseberichte, die Hoffnungen auf eine Annäherung der USA und China im Handelsstreit nährten. Das „Wall Street Journal“ und die „Financial Times“ hatten berichtet, die beiden größten Volkswirtschaften der Welt prüften, im Rahmen eines Teilabkommens einige der erhobenen Strafzölle zurückzunehmen.

Der Yen und der Franken gelten unter Anlegern als sichere Rückzugsorte in unruhigen Zeiten. Umgekehrt werden sie weniger nachgefragt, wenn sich die Stimmung an den Finanzmärkten aufhellt. Von der besseren Marktstimmung profitieren konnten der australische und neuseeländische Dollar. Australien und Neuseeland sind Handelspartner Chinas.

luk mit dpa-afx und Reuters

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