Börse: Bayer stützt den Dax, Deutsche Bank bricht ein

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Nach der wochenlangen Rally geht dem Dax am Mittwoch die Puste aus. Mit der Deutschen Bank, Volkswagen und Bayer legen drei Dax-Schwergewichte ihre Quartalsbilanzen vor. Die Aktie der Deutschen Bank bricht ein, während Bayer und VW zulegen.

Rücksetzer nach der Kursrally: Der Dax
Börsen-Chart zeigen
hat nach der wochenlangen Rally am Mittwoch erst einmal wieder nachgegeben. Im frühen Handel fiel der deutsche Leitindex um 0,3 Prozent auf 12.900 Punkte. Der MDax Börsen-Chart zeigen für mittelgroße Werte sank ebenfalls, wogegen der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen kaum verändert tendierte. Zu den Gewinnern im Dax zählten die Aktien von Bayer und Volkswagen, während die Aktie der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen um mehr als 5 Prozent nachgab und wieder unter die Marke von 7 Euro stürzte. Seit Januar 2018 hat sich der Aktienkurs der Deutschen Bank mehr als halbiert.

Angesichts einer Flut von Unternehmenszahlen sowie des am Abend anstehenden Zinsentscheids der US-Notenbank Fed am Abend sei es „kein Wunder, dass sich die Marktteilnehmer erst einmal zurückhalten“, schrieb Marktbeobachter Christian Henke vom Handelshaus IG. Zu Wochenbeginn hatte der Dax mit 12.986 Punkten ein weiteres Hoch seit Juni 2018 erreicht und sich am Dienstag nur wenig unter diesem Niveau behauptet.

Fiat und PSA bestätigen Fusionsgespräche – PSA Aktie auf Elfjahreshoch

Die Fusionsabsichten von Fiat Chrysler und PSA lassen die Aktien der französischen Opel-Mutter abheben. Die Papiere gewinnen in Paris 8,6 Prozent und erreichen mit 27,06 Euro den höchsten Stand seit elfeinhalb Jahren.

Am Morgen haben die Dax-Schwergewichte Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen, Bayer Börsen-Chart zeigen und Volkswagen Börsen-Chart zeigen ihre Quartalsbilanzen vorgelegt. Dazu kommen eine Vielzahl von Quartalsbilanzen aus der zweiten und dritten Börsenreihe.

Bayer steigert Gewinn – doch die US-Klagewelle rollt

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer Börsen-Chart zeigenkonnte den Quartalsumsatz sowie das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda)ein wenig stärker steigern als von Analysten erwartet. Börsianer richteten den Fokus allerdings darauf, dass sich die Zahl der Klagen in den USA wegen angeblicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter binnen dreier Monate mehr als verdoppelt hat. Im frühen Handel notierte die Aktie um 2 Prozent im Plus.

Fed entscheidet über Zinssenkung

Außerdem wirft der abendliche Zinsentscheid der US-Notenbank Fed bereits seine Schatten voraus. Die Währungshüter wollen Analysten zufolge mit einer erneuten Zinssenkung eine drohende Wachstumsdelle der US-Wirtschaft verhindern. „Entscheidend wird heute einmal mehr der Ausblick der Fed auf ihren zukünftigen Zinspfad sein“, so Altmann. „Die Börsianer rechnen für den März nächsten Jahres mit dem nächsten Zinsschritt.“

Deutsche Bank enttäuscht Anleger

Die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen verbuchte wegen ihres teuren Konzernumbaus auch im dritten Quartal herbe Verluste. Der Fehlbetrag fiel noch höher aus als von den wenigen Analysten erwartet, die sich überhaupt zu einer Schätzung durchgerungen hatten. Dazu kam wegen der Einstellung des Aktienhandels ein überraschend deutlicher Rückgang der Erträge. Aktien der Deutschen Bank sackten zuletzt um 5 Prozent ab.

Ein Händler sprach von insgesamt erneut enttäuschenden Resultaten. Auch die Quartalszahlen der Fondstochter DWS Börsen-Chart zeigen, die im Nebenwerte-Index SDax Börsen-Chart zeigen gelistet ist, seien mit Ausnahme der Nettomittelzuflüsse hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Volkswagen steigert Gewinn

Der weltgrößte Autobauer Volkswagen Börsen-Chart zeigen hält derweil trotz des überraschend deutlichen Ergebnisanstiegs in den ersten neun Monaten an seinen Jahreszielen fest. Die Vorzugsaktie notierte ein Prozent im Plus.

Mit einem schwächeren Gewinnrückgang als erwartet erfreute Fuchs Börsen-Chart zeigen die Investoren. Die Aktien des Schmiermittelherstellers schossen um 11 Prozent nach oben.


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Handelskonflikt bremst asiatische Börsen

Die Sorge vor einem anhaltenden Handelsstreit zwischen den USA und China hat die asiatischen Börsen am Mittwoch gebremst. In Tokio fiel der Nikkei-Index Börsen-Chart zeigen um 0,6 Prozent auf 22.843 Punkte und verlor damit so stark wie seit drei Wochen nicht mehr. Der breiter gefasste Topix-Index Börsen-Chart zeigen lag 0,2 Prozent im Plus. An den Börsen in China ging es bis zu 0,5 Prozent abwärts.

S&P 500 auf Rekordhoch

Auch in den USA hielten sich die Anleger zurück. Der Dow Jones
Börsen-Chart zeigen
, der zu Wochenbeginn die 27.000-Punkte-Marke zurückerobert hatte, ging mit einem Minus von 0,07 Prozent auf 27.071,42 Punkte aus dem Tag. Der S&P 500 hatte bei 3047,87 Punkten kurzzeitig seinen am Montag erreichten Höchststand getoppt. Den Handel beendete der den breiten Markt widerspiegelnde US-Index dann aber doch mit minus 0,08 Prozent auf 3036,89 Punkte. Der Nasdaq Börsen-Chart zeigen verlor 0,78 Prozent auf 8047,51 Punkte, nachdem er am Montag auf einen Höchststand geklettert war.

Euro kaum verändert

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Mittwoch im frühen Handel wenig von der Stelle bewegt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1110 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1095 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte können sich Anleger auf eine Flut an Konjunkturdaten einstellen. In der Eurozone stehen Wachstumszahlen aus Frankreich und Arbeitsmarktzahlen aus Deutschland im Mittelpunkt. In den USA werden mit Spannung erste Wachstumsdaten zum dritten Quartal erwartet.

Ölpreise geben erneut nach

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel weiter gefallen. Sie setzen damit zum dritten Verlusttag in Folge an. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen 61,39 US-Dollar. Das waren 20 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 27 Cent auf 55,27 Dollar.

Neuerlicher Druck auf die Ölpreise kam von Lagerdaten aus den USA. Das American Petroleum Institute (API) hatte am Dienstagabend zwar einen Rückgang der Rohölvorräte gemeldet. Allerdings erhöhten sich zugleich die Bestände am großen Auslieferungsort Cushing deutlich. Die Reserven in Cushing werden an den Märkten aufgrund der schieren Größe des bekannten Umschlagsorts häufig stark beachtet.

mit Nachrichtenagenturen

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