Börse: Dax-Anleger warten Zahlenflut ab

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Nehmen die Bullen einen neuen Anlauf auf die 13.000-Punkte-Marke?

Die gute Nachricht: Auch wenn es am Vortag nicht für die 13.000 Punkte gereicht hat, die Anleger im Dax bleiben am Ball, nehmen vorerst keine Gewinne vom Tisch. Die Aktien von Fresenius, FMC, Deutscher Börse und Beiersdorf stehen zunächst im Fokus.

Der Dax
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dürfte am Dienstag seine Gewinne der vergangenen Wochen behaupten. Händler berechneten für den Dax zum Handelsstart ein zartes Plus von 0,05 Prozent auf 12.949 Punkte. Das Börsenbarometer ist zwar inzwischen laut Charttechnikern deutlich überkauft, die Bullen lassen aber scheinbar noch keine größeren Gewinnmitnahmen zu.

Bereits zu Wochenbeginn hatte der Dax mit 12.986 Punkten einen weiteren Höchststand seit Juni vergangenen Jahres erreicht, nachdem Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Verlauf der Handelsgespräche mit China für Optimismus gesorgt hatten. Sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50
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wird am Dienstag knapp im Minus erwartet.

Die Berichtssaison findet mit aktuellen Quartalszahlen unter anderem von den Dax-Mitgliedern Fresenius Börsen-Chart zeigen , Fresenius Medical Care
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(FMC) und Beiersdorf Börsen-Chart zeigen ihre Fortsetzung. Bereits am Montagabend hatte die Deutsche Börse Börsen-Chart zeigen über ihre Geschäftsentwicklung berichtet.

Der Medizinkonzern Fresenius
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konnte im dritten Quartal die Erwartungen trotz stagnierender Gewinne erneut übertreffen. Zudem bestätigten die Bad Homburger ihre Jahresziele. Damit habe Fresenius die Sorgen einiger Anleger beschwichtigt, die schwächere US-Geschäfte der auf Flüssigmedizin und Nachahmer-Medikamente spezialisierten Tochter Kabi und eine Gewinnwarnung befürchtet hätten, betonte ein Börsianer.

Auf der Handelsplattform Tradegate gewannen die Aktien vorbörslich knapp 2 Prozent. Auch die Fresenius-Dialysetochter Fresenius Medical Care Börsen-Chart zeigen schnitt besser als erwartet ab und hielt am bisherigen Ausblick fest, was ihr ein Kursplus von mehr als zwei Prozent bescherte.

Derweil profitierte die Deutsche Börse Börsen-Chart zeigen wie erwartet von den Marktturbulenzen durch den amerikanisch-chinesischen Handelskrieg sowie die Brexit-Saga. Während der Anstieg der Nettoerlöse die Analystenschätzungen übertraf, entsprach das Gewinnplus den Erwartungen. Ein Händler monierte indes überraschend hohe Kosten. Auf Tradegate verloren die zuletzt gut gelaufenen Titel des Börsenbetreiber mehr als ein Prozent.

Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf
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berichtete für das dritte Quartal ein weiter robustes Wachstum. Allerdings schwächte sich der um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe bereinigte Umsatzanstieg weiter ab. Verantwortlich war dafür die Entwicklung im Industriegeschäft bei der Klebstofftochter Tesa, insbesondere bei Kunden aus dem Automobilbereich in Nordamerika. Die Aktien gaben vorbörslich um fast anderthalb Prozent nach.


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Euro fällt zurück

Der Euro hat am Dienstag im frühen Handel etwas nachgegeben. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1090 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1087 Dollar festgesetzt.

Das britische Pfund tendierte am Dienstagmorgen ebenfalls etwas schwächer. Am Montagabend war die britische Regierung mit ihrem Antrag auf Neuwahlen im Parlament gescheitert. Am Dienstag will es Premier Boris Johnson erneut versuchen – dieses Mal mit einem Kniff, der eine niedrigere Zustimmungshürde vorsieht. Der Brexit wurde am Montag von Ende Oktober um bis zu drei Monate verschoben.

An Konjunkturdaten stehen am Dienstag einige US-Zahlen vom Immobilienmarkt und zur Verbraucherstimmung an. In Washington beginnt die zweitägige Zinssitzung der amerikanischen Notenbank Fed. Das Ergebnis will die Fed am Mittwochabend bekanntgeben. Es wird mit der dritten Zinssenkung in diesem Jahr gerechnet.

Ölpreise geben weiter nach

Die Ölpreise haben am Dienstag im frühen Handel an ihre Abschläge vom Vortag angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,29 US-Dollar. Das waren 28 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 33 Cent auf 55,48 Dollar.

Belastet werden die Ölpreise seit Wochenbeginn durch Äußerungen aus Russland. Vizeenergieminister Pavel Sorokin hatte sich am Montag verhalten zu der Möglichkeit weiterer Förderkürzungen durch den Erdölverbund Opec+ geäußert. Einige Experten halten eine solche Maßnahme noch in diesem Jahr für unumgänglich. Ein Grund sind die trüben Aussichten für die Erdölnachfrage angesichts einer sich abschwächenden Weltwirtschaft. Hinzu kommt ein steigendes Rohölangebot aus den USA.

mit Nachrichtenagenturen

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