Börse: Dax nahe 13.000 Punkten, Autowerte legen zu

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Der Dax nähert sich wieder der Marke von 13.000 Zählern und notiert zeitweise auf dem höchsten Niveau seit eineinhalb Jahren. Die EU gewährt Großbritannien eine Brexit-Frist bis Ende Januar: Im Dax legen Autowerte wie Daimler, BMW, VW und Continental weiter zu.

In der Hoffnung auf eine Entschärfung des Zollstreits zwischen den USA und China wagen sich weitere Anleger in den deutschen Aktienmarkt. Der Dax Börsen-Chart zeigen stieg bis Montag Mittag um bis zu 0,4 Prozent auf 12.947 Punkte, den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Auch die Nebenwerte-Indizes MDax und TecDax legten leicht zu, während der europäische EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen etwas abbröckelte. Zu den größten Gewinnern im Dax gehörten die Autowerte Daimler Börsen-Chart zeigen, BMW Börsen-Chart zeigen, Volkswagen Börsen-Chart zeigen und Continental Börsen-Chart zeigen, die ihre Gewinne nach der Verlängerung der Brexit-Frist weiter ausbauten.

Die EU gewährt Großbritannien wie gewünscht einen Aufschub für den Ausstieg aus der Staatengemeinschaft bis Ende Januar. Unterdessen drängt Premierminister Boris Johnson das britische Unterhaus weiter dazu, für Neuwahlen im Dezember zu stimmen. Diese würden automatisch zu einem zweiten Referendum über den EU-Ausstieg Großbritanniensn führen, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. „Was nach den Neuwahlen in Sachen Brexit passieren wird, bleibt daher vollkommen offen.“ Vor diesem Hintergrund bewegte sich das Pfund Sterling kaum. Die Währung kostete 1,2833 Dollar und 1,1569 Euro.

Hoffnung auf Entspannung im Zollstreit

Mut schöpften Investoren aus positiven Signalen im Handelskonflikt. Die USA und China teilten mit, das vereinbarte Teil-Abkommen stehe kurz vor der Unterschriftsreife. Bislang hätten sich Unternehmen wegen des Zollstreits mit Investitionen und Einstellungen zurückgehalten, sagte Anlagestratege Tatsushi Maeno vom Vermögensverwalter Okasan. „Wenn es aber zu einem Deal kommt, wäre das ein Wendepunkt für die Stimmung in der Wirtschaft.“

Zusätzlichen Schub versprachen sich Börsianer zudem von der laufenden Bilanzsaison. „Die starken Zahlen kamen bis jetzt aber hauptsächlich aus den USA“, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. In der neuen Handelswoche müssen sich die Dax-Konzerne ebenfalls behaupten.“

Covestro eröffnete den Reigen mit gemischten Zahlen. Der operative Quartalsergebnis habe zwar leicht über den Erwartungen gelegen, das Gesamtjahresziel dagegen leicht darunter, schrieb Analyst Heiko Feber vom Bankhaus Lampe. Covestro-Aktien bröckelten minimal ab.

HSBC nach schwachen Zahlen unter Druck

In London sackten die Titel von HSBC um bis zu 4,3 Prozent ab und steuerten auf den größten Tagesverlust seit rund zweieinhalb Jahren zu. Das Bankhaus gibt nach einem überraschend schwachen Quartal seine Gewinnziele für 2020 auf. Wenigstens bringe diese Entwicklung das Management endlich dazu, die Probleme in den schwächelnden Geschäftsbereichen anzugehen, sagte Analyst Edward Firth vom Brokerhaus Keefe, Bruyette & Woods. Im Sog der HSBC-Kursverluste büßte der europäische Banken-Index 0,8 Prozent ein.

LVMH bietet für Tiffany – Tiffany Aktie steigt um 20 Prozent

Die Papiere von LVMH verteuerten sich dagegen um bis zu 1,5 Prozent. Der französische Anbieter von „Louis Vuitton“-Taschen will den US-Juwelier Tiffany übernehmen. Insidern zufolge bietet LVMH 14,5 Milliarden Dollar. Tiffany-Titel legten im vorbörslichen US-Geschäft 19 Prozent zu. Das Unternehmen selbst reagierte abweisend auf das Gebot von LVMH. Anleger spekulieren auf eine feindliche Übernahme.


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Etwas Abwechslung von diesem Thema versprechen die anstehenden Börsenbilanzen. Neben den Dax-Konzernen Covestro Börsen-Chart zeigenund Deutsche Börse öffnet die Google-Mutter Alphabet Börsen-Chart zeigenam Abend nach Börsenschluss in den USA ihre Bücher. Auch der einstige Börsenstar Beyond Meat meldet am Abend Quartalszahlen: Der Produzent veganer Burger war nach seinem Börsendebüt im Mai von 50 bis auf 180 US-Dollar gestiegen. Inzwischen notiert die Aktie jedoch wieder knapp unter 100 Dollar.

Asiens Börsen auf Dreimonatshoch

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Montag zunächst ein Drei-Monats-Hoch erreicht. Die entscheidende Impulse kamen von risikoreicheren Vermögenswerten, deren Gewinne von den Hoffnungen auf ein Handelsabkommen zwischen China und den USA kommenden Monats getrieben wurden.

Der 225 Werte umfassende Nikkei
Börsen-Chart zeigen
-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent höher bei 22.862 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent und lag bei 1650 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,1 Prozent.

Der US-Dollar stagnierte in Erwartung eines US-Zinsentscheids.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 108,75 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0603 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9954 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1080 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,1032 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2817 Dollar.

mit Nachrichtenagenturen

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