Börse: Adidas leidet unter Manager-Abgang, FMC knickt weiter ein

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Abwarten an der Börse: Der Dax pendelt um die Marke von 12.750 Punkten. Adidas leidet unter dem Abgang des Marketingchefs. Die Aktien von Fresenius Medical Care knicken weiter ein, da Anleger einen kräftigen Umsatzrückgang befürchten.

Am deutschen Aktienmarkt hat der Dax
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am Dienstag seine Auftaktgewinne wieder abgegeben. Die Anleger sind hin- und hergerissen: Die Frage an den Märkten ist, ob die Themen Brexit und Handelskonflikt mehr Gründe zur Hoffnung oder zur Sorge geben. Der deutsche Leitindex sank zuletzt auf seinen Schlussstand des Vortages bei 12.750 Punkte. Der MDax Börsen-Chart zeigen für mittelgroße Werte gab 0,07 Prozent auf 26.205 Punkte nach. Zu den Verlierern im Dax zählten die Aktien von Adidas Börsen-Chart zeigen, Wirecard Börsen-Chart zeigen und Fresenius Medical Care Börsen-Chart zeigen, die zwischen 2 und 5 Prozent nachgaben.

Adidas leidet unter Abgang des Markenchefs

Bei Wirecard Börsen-Chart zeigen setzten nach dem Erholungsversuch vom Vortag erneut Gewinnmitnahmen ein, die Aktie verlor zuletzt 2,1 Prozent. Die Aktien von Adidas Börsen-Chart zeigen haben am Dienstag mit einem Minus von 2,5 Prozent ebenfalls zu den größten Verlierern im Dax gezählt. Händler verwiesen darauf, dass Markenchef Eric Liedtke das Unternehmen überraschend zum Jahresende verlassen wird. Dem „Wall Street Journal“ (WSJ) zufolge galt Liedtke nicht nur als als „Dealmaker“ bei Adidas, sondern auch als Nummer zwei im Konzern und für die Zukunft – neben Vertriebsvorstand Roland Auschel – als möglicher Nachfolger von Konzernchef Kasper Rorsted. Liedtke habe eine entscheidende Rolle beim Kampf des Unternehmens gegen den Umsatzrückgang auf dem nordamerikanischen Markt gespielt, heißt es weiter.

FMC Schlusslicht im Dax

Aktien von Fresenius Medical Care
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(FMC ) sind am Dienstag unter Druck geraten. Sie weiteten die Verluste kontinuierlich aus und lagen zuletzt mit einem Minus von 4,3 Prozent auf 58,90 Euro am Ende des Dax . Die Berenberg Bank argumentiert, dass es dem Dialysespezialisten schwer fallen dürfte, die Jahresziele zu erreichen. Berenberg-Analyst Tom Jones argumentierte, dass ein Behandlungs- und Kostenerstattungsprogramm (CEC) in den USA wie schon im zweiten Quartal die Ergebnisse von FMC belasten dürfte. Er rechne daher mit einem Rückgang des Nettoergebnisses 2019 um drei Prozent zu konstanten Wechselkursen. Das wiederum sei „nicht hilfreich für die Stimmung“ für die Aktien.

Brexit: Premier Johnson steht unter Zeitdruck

In London steht derweil Premierminister Boris Johnson steht unter Zeitdruck. Er muss das Gesetz zur Ratifizierung des Brexit-Vertrags im Eiltempo durch das Parlament peitschen. Das Unterhaus berät im Verlauf des Tages in zweiter Lesung über das Gesetz. Johnson will Großbritannien weiterhin Ende des Monats aus der EU führen – geregelt oder ungeregelt.

An den US-Börsen hatten am Montag Anleger erneut nach Technologietiteln gegriffen. Der Leitindex Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen schloss letztlich mit etwas weniger als einem Prozent nur knapp unter seinem Tageshoch. In Hongkong und Taiwan griffen die Börsen diese guten Vorgaben bereits auf und nun folgten auch die europäischen Märkte. Der Tech-Sektor war europaweit am gefragtesten unter den 19 Branchen. Im Dax war die Aktie von Infineon Börsen-Chart zeigen der Favorit mit plus 2,1 Prozent, gefolgt von SAP Börsen-Chart zeigen mit plus 1,3 Prozent. SAP-Aktien hatten schon am Vortag punkten können.


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Software AG führt MDax an

Zur positiven Stimmung trug auch der überraschend starke Quartalsbericht der Software AG Börsen-Chart zeigen bei. Das dritte Quartal war deutlich besser als erwartet ausgefallen, was die Papiere an die die Spitze des MDax katapultierte. Dort gewannen sie 10 Prozent. Bei zeitweise über 30 Euro erreichten sie wieder den höchsten Stand seit Anfang Juli, bevor der Softwarekonzern seine Ziele für die Sparte mit Integrationssoftware (DBP) zusammengestrichen hatte.

Adidas Börsen-Chart zeigenverloren knapp 1 Prozent. Am Vortag hatte der Sportartikelhersteller überraschend mitgeteilt, dass Markenchef Eric Liedtke das Unternehmen verlassen wird. Liedtke galt Händlern zufolge als „Dealmaker“ bei Adidas und wurde von einigen sogar als möglicher künftiger Konzernchef gesehen.

Ein moderates Plus von 0,4 Prozent verbuchten im MDax die Anteile des Internetproviders Freenet Börsen-Chart zeigennach Neuigkeiten rund um das Übernahmevorhaben seiner Beteiligung Sunrise. Die Schweizer geben im Ringen um eine milliardenschwere Kapitalerhöhung für den geplanten Kauf von UPC erst einmal klein bei. Freenet hatte bereits angekündigt, gegen die Kapitalerhöhung zu stimmen.

Analystenurteile bewegten zudem DWS Börsen-Chart zeigenund Lanxess Börsen-Chart zeigen. Barclays nahm die Bewertung des DWS-Papiers mit „Overweight“ und einem Kursziel von 34 Euro auf. Die Aussichten für Vermögensverwalter in Deutschland schätzt die britische Bank inzwischen optimistischer ein als in Frankreich und Italien. Das Gewinnwachstum der Deutsche-Bank-Tochter DWS sei zudem besonders dynamisch.

JPMorgan senkte indes Lanxess auf „Neutral“ mit beibehaltenem Kursziel von 60 Euro, was den Papieren einen Verlust von 1,3 Prozent einbrockte. Die US-Bank verwies darauf, dass die Aktie des Spezialchemieherstellers seit Jahresbeginn deutlich zugelegt hat.

Euro kaum verändert

Der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Dienstag nur wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1153 US-Dollar gehandelt und damit nahezu auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1173 (Freitag: 1,1144) Dollar festgesetzt.

Damit konnte der Euro die seit Mitte Oktober angefallenen Kursgewinne in etwa halten. Auch das britische Pfund hielt sich am Morgen stabil, nachdem es in den vergangenen etwa zwei Wochen rund 6 Prozent an Wert gewonnen hatte. Die jüngste politische Entwicklung in Großbritannien konnte die Kurse vorerst nicht belasten.

Der britische Premierminister Boris Johnson steht unter Zeitdruck. Er muss das Gesetz zur Ratifizierung des Brexit-Vertrags im Eiltempo durch das Parlament peitschen. Das Unterhaus berät im Verlauf des Tages in zweiter Lesung über das Gesetz. Nötig ist ein Verfahren mit drei Lesungen in beiden Parlamentskammern in London. Johnson will Großbritannien weiterhin Ende des Monats aus der EU führen.

Ölpreise geben etwas nach

Die Ölpreise haben sich am Dienstag leicht nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen kostete 58,81 US-Dollar. Das waren 15 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um elf Cent auf 53,20 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Der Fokus richte sich bereits auf die Entwicklung der Ölreserven in den USA. So werden Daten zur Entwicklung der Lagerbestände an Rohöl des Interessenverbandes American Petroleum Institute (API) erwartet. Am Mittwoch folgen dann die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung.

Am Markt wird damit gerechnet, dass die amerikanischen Ölreserven in der vergangenen Woche die sechste Woche in Folge gestiegen sind. Steigende Ölvorräte in den USA können ein Hinweis auf eine geringe Nachfrage oder ein zu hohes Angebot sein und belasten in der Regel die Ölpreise.

mit dpa und reuters

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