Börse: Dax steigt, neue Hoffnung im Handelsstreit

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Der Dax unternimmt einen Erholungsversuch und klettert wieder über die Marke von 12.100 Punkten. Angeblich ist China bereit, einen teilweisen Deal mit den USA zu schließen – trotz der jüngsten Irritationen.

Erholung am Aktienmarkt: Einen Tag vor Beginn der geplanten Handelsgespräche zwischen den USA und China haben sich Anleger in Deutschland wieder aus der Deckung gewagt. Der Dax Börsen-Chart zeigen legte am Mittwoch Vormittag um 1,3 Prozent auf 12.125 Zähler zu. Zu den größten Gewinnern im Index zählten die Aktien von Adidas Börsen-Chart zeigen, Infineon Börsen-Chart zeigen und SAP Börsen-Chart zeigen, die jeweils rund 1 Prozent zulegten.

Angeblich gibt es Bewegung im Brexit-Streit: Laut einem Bericht der „Times“ sei die EU bereit, Nordirland die Möglichkeit zu geben, nach einigen Jahren die Zollunion zu verlassen, hieß es. Dies würde eine Entgegenkommen der EU im Streit um den so genannten Backstop bedeuten. Doch gibt es von Seiten der EU keine Bestätigung für ein solches Entgegenkommen der EU-Länder.

China angeblich zu „partieller“ Handelsvereinbarung mit USA bereit

Auch im Zollstreit gibt es Bewegung. Laut einem Bericht der Agentur Bloomberg ist China weiterhin bereit, mit den USA über einen „teilweisen“ Handelsdeal zu verhandeln – trotz der jüngsten Spannungen zwischen den beiden Ländern. Anlass dazu gab, dass die USA einige chinesische Regierungs- und Handelsorganisationen wegen der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren auf eine schwarze Liste gesetzt hatten.

Am Abend deutscher Zeit steht außerdem das Protokoll der letzten Sitzung der Fed auf der Agenda. Anleger erhoffen sich dann Hinweise darauf, ob und wann die US-Notenbank den Leitzins weiter senken wird.


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Bei Einzelwerten sind am Mittwoch unter anderem die Aktien von Evotec Börsen-Chart zeigeneinen Blick wert. Vorbörslich ging es hier um 1,3 Prozent nach oben. Die Biotech-Firma hatte eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Celmatix zur Entwicklung präklinischer Programme für verbreitete aber unterversorgte Erkrankungen bekannt gegeben.

Im Dax könnten einmal mehr die Aktien von Wirecard Börsen-Chart zeigenschwanken, nach dem Kursrutsch vom Vortag ging es hier vor Börsenstart um 0,9 Prozent bergauf. Wie das Unternehmen am Dienstag nach dem Schluss des Xetra-Handels mitgeteilt hatte, könnte der Konzern bereits in der kommenden Woche beim geplanten Aktienrückkauf Nägel mit Köpfen machen.

Euro nach Verlusten am Vortag kaum verändert

Der Euro hat sich am Mittwoch nach den Kursverlusten vom Vortag stabilisiert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0960 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,0986 Dollar festgesetzt.

Am Vortag hatte die Aussicht auf einen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU das britische Pfund und den Euro belastet. Die britische Regierung glaubt Medienberichten zufolge nicht mehr an einen Erfolg der Gespräche über ein EU-Austrittsabkommen.

Ölpreise geben leicht nach

Die Ölpreise sind am Mittwoch leicht gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 58,06 US-Dollar. Das waren 18 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 19 Cent auf 52,44 Dollar.

Neue Daten zur Entwicklung der Ölreserven in den USA sorgten zunächst nicht für nennenswerte Preisreaktionen am Ölmarkt. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Anstieg der Lagerbestände um 4,13 Millionen Barrel verzeichnet hat. Am Nachmittag stehen die offiziellen Daten zu den Beständen an Rohöl der US-Regierung auf dem Programm, die am Ölmarkt stark beachtet werden.

mit dpa und reuters

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