Börse: Dax rutscht leicht ab

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Angesichts der bevorstehenden Handelsgespräche zwischen den USA und China scheuen Anleger weiterhin größere Engagements am deutschen Aktienmarkt. Der Dax bewegt sich kaum. Die Aktie von Wirecard gerät stark unter Druck, ebenso wie das Papier von Qiagen.

Der Dax Börsen-Chart zeigen ist am Dienstag zunächst mit leichten Abschlägen in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex verlor zuletzt 0,2 Prozent auf 12.056 Zähler. Der MDax
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, der die mittelgroßen deutschen Werte umfasst, fiel um 0,28 Prozent auf 25 544,39 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
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hingegen bewegte sich kaum vom Fleck. Die Investoren hielten sich angesichts der bevorstehenden Handelsgespräche zwischen den USA und China mit größeren Engagements am deutschen Aktienmarkt zurück, hieß es an der Frankfurter Börse.

Konjunkturdaten aus Deutschland überraschten am Vormittag positiv: Die deutsche Industrie hat sich im August nach jüngsten Produktionsrückgängen überraschend gefangen. Die Gesamtherstellung sei im Monatsvergleich um 0,3 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Zuvor war die Produktion im Juli und im Juni jeweils gesunken. Analysten hatte mit einer Stagnation der Fertigung im Monatsvergleich gerechnet. Außerdem war der Produktionsdämpfer im Juli weniger stark als bisher gedacht. Das Bundesamt revidierte den Rückgang von zuvor 0,6 auf nur noch 0,4 Prozent.

Wirecard hebt Gewinnziel an, Aktie gibt deutlich nach

Bei den Einzelwerten rücken die Papiere von Wirecard Börsen-Chart zeigen in den Fokus. Der Zahlungsabwickler hat seine Mittelfristziele bei Umsatz und Gewinn nach oben geschraubt. Dank eines beschleunigten eigenen Wachstums, der stärkeren Konzentration auf Großunternehmen und auch dank der Partnerschaft mit dem Technologiekonzern Softbank rechnet der Konzern nun im Jahr 2025 mit mehr Umsatz und Gewinn als bisher. Der Umsatz soll dann mehr als 12 Milliarden Euro erreichen und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) mehr als 3,8 Milliarden. Nach gutem Start drehten die Aktien dann aber infolge von Gewinnmitnahmen ins MinusIm Blick stehen auch die Aktien von und gaben zuletzt rund 5 Prozent nach.

Qiagen Aktien brechen nach Chef-Rücktritt ein

Im Blick stehen auch die Aktien von Qiagen Börsen-Chart zeigen. Ein schwacher Umsatzausblick und der überraschende Abgang des Konzernchefs verstimmen die Anleger des Gendiagnostik-Spezialisten: Die Papiere knickten auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss am Montag um rund 12 Prozent ein. Qiagen blickt wegen eines niedriger als gedachten Wachstums in China vorsichtiger auf das Umsatzwachstum im dritten Quartal. Zudem rechnet das Unternehmen mit Umbaukosten vor dem Hintergrund der strategischen Partnerschaft mit Illumina.

Euro zeigt sich nur gering verändert

Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung Euro bei 1,0974 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,0993 (Freitag: 1,0979) Dollar festgesetzt.

Seit Ende der vergangenen Woche hat sich der Euro damit knapp unterhalb der Marke von 1,10 Dollar stabilisiert. Zuvor hatte eine Dollar-Stärke die Gemeinschaftswährung belastet und sie war zeitweise auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren gefallen. Im weiteren Handelsverlauf dürften die anstehenden Handelsgespräche zwischen den USA und China stärker in den Fokus der Anleger rücken und für neue Impulse am Devisenmarkt sorgen.


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Ölpreise legen etwas zu

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 58,67 US-Dollar. Das waren 32 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 28 Cent auf 53,03 Dollar.

Zum Wochenauftakt hatte die Hoffnung auf Fortschritte bei anstehenden Handelsgesprächen zwischen den USA und China den Ölpreisen noch stärkeren Auftrieb verliehen. Zeitweise war der US-Ölpreise am Montag bis knapp über 54 Dollar gestiegen.

Kurz vor den für Donnerstag und Freitag geplanten Gesprächen hat die US-Regierung allerdings neue Maßnahmen gegen zahlreiche chinesische Regierungs- und Handelsorganisationen verkündet. Mit dem Vorwurf der Unterdrückung einer religiösen Minderheit wurden diese auf eine schwarze Liste von Organisationen gesetzt, von denen nach Einschätzung der amerikanischen Regierung eine Bedrohung für die nationale Sicherheit und außenpolitische Interessen der USA ausgehe.

mit Nachrichtenagenturen

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