Börse: Dax im Plus erwartet

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Nach einem guten Wochenstart erwarten Händler den Dax auch am Dienstag zunächst im Plus. Unterstützung liefern die festen Kurse der Wall Street. Bei den Einzelwerten stehen zunächst die Aktien der Deutschen Post im Fokus.

Nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern sollte der Dax Börsen-Chart zeigen am Dienstag rund 0,4 Prozent auf 12.469 Punkte höher starten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dürfte ebenfalls etwas höher in den Handel starten. Am Montag war der Dax mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 12.428 Punkten aus dem Handel gegangen. Die Handelsvorgaben der Wall Street sind positiv.

„Am Aktienmarkt ist die Risikobereitschaft zurück. Die Mehrheit der Anleger geht weiterhin von einer Lösung der politischen Themen Handelskonflikt und Brexit aus“, schrieb Analyst Thomas Altmann vom Broker QC Partners in einem Marktkommentar.

Die Börsianer dürften gleichwohl darauf achten, wie stark der Handelskonflikt zwischen den USA und China die Wirtschaft in Mitleidenschaft zieht. Am Vormittag werden die detaillierten Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Euro-Zone vorgelegt. Beide Werte signalisierten zuletzt schrumpfende Geschäfte.


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Bei den Einzelwerten dürften die Börsianer auf die Deutsche Post Börsen-Chart zeigen achten: Ersten Meldungen vom Morgen zufolge will die Deutsche Post will ihren Gewinn bis zum Jahr 2022 weiter steigern. Der Bonner Dax-Konzern rechnet dann mit einem operativen Ergebnis (Ebit) von mindestens 5,3 Milliarden Euro, wie er am Dienstag bei der Vorlage der neuen Konzernstrategie 2025 mitteilte.

An ihrer Prognose, das Ebit bereits bis 2020 auf mehr als 5 Milliarden Euro zu steigern, halten die Bonner fest. Dieses Ziel stammt im Kern bereits aus dem Jahr 2014. Zudem will der Konzern innerhalb bis zum Jahr 2025 rund 2 Milliarden Euro in die Digitalisierung investieren. Die Investitionen sollen bis 2025 einen Ergebnisbeitrag von jährlich mindestens 1,5 Milliarden Euro liefern.

Bieterschlacht um Osram endet

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (0.00 Uhr) endet derweil vorerst die mehrwöchige Bieterschlacht um eines der bekanntesten deutschen Industrieunternehmen: Die Aktionäre des Münchner Beleuchtungsherstellers Osram Börsen-Chart zeigen haben bis Mitternacht Zeit, um sich für die Annahme eines Übernahmeangebots zu entscheiden. Das Ergebnis allerdings wird sehr wahrscheinlich erst gegen Ende der Woche vorliegen. Der österreichische Sensorhersteller AMS bietet 41 Euro je Osram-Aktie, was einen Gesamtkaufpreis von über 3,9 Milliarden Euro bedeuten würde.

Damit liegen die Österreicher in Führung vor den zwei bereits abgeschlagenen US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle , die 35 Euro je Akte bieten und als chancenlos gelten. Jedoch ist keineswegs sicher, dass AMS sich durchsetzt. Der steirische Sensorhersteller hat sich selbst eine Schwelle gesetzt: Wenn nicht die Eigentümer von mindestens 62,5 Prozent der Osram-Aktien zustimmen, ist die Übernahme gescheitert. Bain Capital – einer der beiden US-Finanzinvestoren – will in Kooperation mit einem neuen Partner ein noch höheres Angebot vorlegen. Auf Tradegate notierten die Anteilsscheine rund 1 Prozent tiefer.

Grüne Vorzeichen in Tokio und an der Wall Street

An den fernöstlichen Börsen hat sich derweil ebenfalls eine freundliche Stimmung breitgemacht: In Tokio, Sydney und Seoul legten die Kurse zu. In China wird wegen eines Feiertages nicht gehandelt. An der New Yorker Börse waren die Aktienindizes im Plus aus dem Handel gegangen. Vor allem Kursgewinne von Apple und anderen Technologieaktien gaben Auftrieb. Der Dow Jones
Börsen-Chart zeigen
schloss 0,4 Prozent höher auf 26.916 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,5 Prozent auf 2976 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq Börsen-Chart zeigen rückte 0,8 Prozent auf 7999 Punkte vor.

Apple Börsen-Chart zeigen schossen 2,4 Prozent in die Höhe. Konzernchef Tim Cook hatte in einem Zeitungsinterview starke iPhone-Absätze in Aussicht gestellt. Microsoft rückten 0,9 Prozent vor. Auf der Gewinnerseite standen ferner Merck & Co, deren Kurs um 1,5 Prozent zulegte. Der Pharmariese präsentierte vielversprechende Daten für sein Krebsmittel Lynparza.

Euro bleibt angeschlagen

Der Euro hat am Dienstag weiter in der Nähe seines tiefsten Stands seit fast zweieinhalb Jahren notiert. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,0890 US-Dollar und damit etwas weniger als im asiatischen Handel. Zum Wochenstart war der Euro mit 1,0885 Dollar auf den tiefsten Stand seit Mai 2017 gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,0889 Dollar festgesetzt.

Am Dienstag stehen sowohl in der Eurozone als auch in den USA wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Die Einkaufsmanagerindizes, eine Umfrage in Unternehmen, geben Auskunft über den Zustand der Wirtschaft. Veröffentlicht werden die Indikatoren für die Industrie, die auf beiden Seiten des Atlantiks unter dem Handelskonflikt zwischen den USA und China leidet. Zusätzliche Belastung kommt von der ohnehin schwachen Weltwirtschaft.

Ölpreise steigen leicht

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel leicht gestiegen. Starke Impulse gab es zunächst nicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 59,67 US-Dollar. Das waren 43 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel stieg um 48 Cent auf 54,55 Dollar.

Vor rund zwei Wochen waren die Erdölpreise stark gestiegen, nachdem wichtige Produktionsanlagen des Olriesen Saudi-Arabien angegriffen wurden. Die Preisaufschläge sind mittlerweile verflogen. Als wesentlicher Grund dafür wird genannt, dass Saudi-Arabien seine Erdölproduktion wieder weitgehend hergestellt habe. Ein leitender Angestellter des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco beziffert die aktuelle Produktion auf rund 9,9 Millionen Barrel je Tag. Das entspricht in etwa dem Niveau von vor den Angriffen.

mit Nachrichtenagenturen

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