Börse: Conti, BMW und Daimler stützen den Dax

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Der Dax nähert sich der Marke von 12.500 Punkten, gibt dann aber seine Gewinne wieder ab. Zu den Gewinnern im Dax zählen die Aktien von Continental, Daimler und BMW.

Die Erholung geht zunächst weiter. Der Dax
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legte am Dienstag zeitweise um 0,5 Prozent auf 12.497 Punkte zu, gab dann aber den größten Teil seiner Gewinne wieder ab. Zuletzt notierte der Dax bei 12.420 Zählern. Vor allem die Kursgewinne bei den Autotiteln Daimler, BMW und Continental stützten den deutschen Leitindex.

„Es überwiegt auf dem Börsenparkett die Hoffnung auf eine Annäherung zwischen den USA und China in den kommenden Handelsgesprächen“, sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader. Beide Seiten wollen ihre Gespräche nächste Woche in Washington fortsetzen.


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Allerdings drückten schwache Konjunkturdaten in Europa auf die Stimmung. Die Geschäfte der deutschen Industrie laufen so schlecht wie seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise Mitte 2009 nicht mehr. „Der Abschwung hat sich verschärft“, sagte Markit-Ökonom Phil Smith.

Die trüben Aussichten verhalfen dem Dollar zu Gewinnen im Vergleich zu anderen Währungen. Er legte zeitweise 0,2 Prozent zu und notierte auf dem höchsten Stand seit Mai 2017.

Gold geriet im Gegenzug unter Druck, das Edelmetall verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 1459,51 Dollar pro Feinunze (31 Gramm). Kurzfristig seien weitere Verluste bis auf 1430 Dollar möglich, sagte Alexander Zumpfe, Experte beim Goldhändler Heraeus.

Post Aktie unter Druck

Mit einem Abschlag von mehr als drei Prozent waren die Aktien der Deutschen Post unter den schwächsten Titeln im Dax
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. Das Unternehmen will in den kommenden Jahren sein Kerngeschäft stärken und den Gewinn steigern. Die Experten von Baader Helvea verwiesen darauf, dass die Ziele bis 2022 aber bescheidener seien als erwartet. Die Wachstumsrate von drei Prozent sei etwas vorsichtiger als angenommen, schrieben auch die Berenberg-Analysten.

Bieterschlacht um Osram endet

Vor Ablauf der Bieterfrist gaben die Osram-Aktien bis zu 2,2 Prozent nach und notierten mimt 39,45 Euro unter den 41 Euro, die der Chip- und Sensorhersteller AMS bietet. Die Österreicher müssen bis zur letzten Minute um en Erfolg ihres 4,5 Milliarden Euro schweren Übernahmeangebots zittern. Bis Montagabend – 30 Stunden vor Ablauf der Frist – hatte AMS erst Zugriff auf 25,1 Prozent an Osram. Die Österreicher müssen bis Dienstag (24 Uhr) auf mindestens 62,5 Prozent an dem Münchner Lichtkonzern kommen, damit die Übernahme klappt. Die AMS-Papiere legen bis zu 4,7 Prozent zu.

Gewinne in Asien und an der Wall Street

An den fernöstlichen Börsen hat sich derweil ebenfalls eine freundliche Stimmung breitgemacht: In Tokio, Sydney und Seoul legten die Kurse zu. In China wird wegen eines Feiertages nicht gehandelt. An der New Yorker Börse waren die Aktienindizes im Plus aus dem Handel gegangen. Vor allem Kursgewinne von Apple und anderen Technologieaktien gaben Auftrieb. Der Dow Jones
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schloss 0,4 Prozent höher auf 26.916 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,5 Prozent auf 2976 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq Börsen-Chart zeigen rückte 0,8 Prozent auf 7999 Punkte vor.

Apple Börsen-Chart zeigen schossen 2,4 Prozent in die Höhe. Konzernchef Tim Cook hatte in einem Zeitungsinterview starke iPhone-Absätze in Aussicht gestellt. Microsoft rückten 0,9 Prozent vor. Auf der Gewinnerseite standen ferner Merck & Co, deren Kurs um 1,5 Prozent zulegte. Der Pharmariese präsentierte vielversprechende Daten für sein Krebsmittel Lynparza.

Euro bleibt angeschlagen

Der Euro hat am Dienstag weiter in der Nähe seines tiefsten Stands seit fast zweieinhalb Jahren notiert. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,0890 US-Dollar und damit etwas weniger als im asiatischen Handel. Zum Wochenstart war der Euro mit 1,0885 Dollar auf den tiefsten Stand seit Mai 2017 gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,0889 Dollar festgesetzt.

Am Dienstag stehen sowohl in der Eurozone als auch in den USA wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Die Einkaufsmanagerindizes, eine Umfrage in Unternehmen, geben Auskunft über den Zustand der Wirtschaft. Veröffentlicht werden die Indikatoren für die Industrie, die auf beiden Seiten des Atlantiks unter dem Handelskonflikt zwischen den USA und China leidet. Zusätzliche Belastung kommt von der ohnehin schwachen Weltwirtschaft.

Ölpreise steigen leicht

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel leicht gestiegen. Starke Impulse gab es zunächst nicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 59,67 US-Dollar. Das waren 43 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel stieg um 48 Cent auf 54,55 Dollar.

Vor rund zwei Wochen waren die Erdölpreise stark gestiegen, nachdem wichtige Produktionsanlagen des Olriesen Saudi-Arabien angegriffen wurden. Die Preisaufschläge sind mittlerweile verflogen. Als wesentlicher Grund dafür wird genannt, dass Saudi-Arabien seine Erdölproduktion wieder weitgehend hergestellt habe. Ein leitender Angestellter des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco beziffert die aktuelle Produktion auf rund 9,9 Millionen Barrel je Tag. Das entspricht in etwa dem Niveau von vor den Angriffen.

mit Nachrichtenagenturen

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