Börse in Asien mit Verlusten: Dax im Minus, Anleger nervös

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Der Dax dreht am Montag nach schwachem Start wieder in die Gewinnzone und behält die Marke von 12.400 Zählern im Blick. Zu den Gewinnern zählen die Aktien von Lufthansa, BASF, Conti und Volkswagen.

Der Dax Börsen-Chart zeigen ist am Montag mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Der Zollkonflikt zwischen USA und China sowie das drohende Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump sorgen dafür, dass Anleger in Deckung bleiben. Im frühen Handel notierte der deutsche Leitindex 0,4 Prozent schwächer bei 12.350 Punkten. Die vergangene Woche hatte das Börsenbarometer bereits mit einem Minus von knapp 0,7 Prozent beendet.

Nach rund einer Stunde Handel konnte sich der deutsche Leitindex jedoch wieder fangen und drehte zeitweise sogar leicht ins Plus bei 12.390 Zählern. Vor allem die Gewinne bei Autoaktien und Chemietiteln stützten den Dax Börsen-Chart zeigen. Auch die Aktie von Lufthansa startete mit einem Gewinn von rund 2 Prozent einen Erholungsversuch.

Aktie von Klöckner unter Druck – Verhandlungen mit Thyssen beendet

Zu den Verlierern im SDax Börsen-Chart zeigen gehörten die Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co. Börsen-Chart zeigen. Klöckner habe die Gespräche über einen Zusammenschluss mit Thyssenkrupps Werkstoffgeschäft einseitig beendet, berichtete das „Handelsblatt“ aus Kreisen des Klöckner-Aufsichtsrats. Grund sei der Rauswurf von Thyssen-Chef Guido Kerkhoff gewesen.

Zudem rücken die Aktien von Evotec in den Fokus. Das Biotechnologieunternehmen und sein Forschungspartner Indivumed erreichten einen Meilenstein bei der Identifizierung neuer therapeutischer Zielstrukturen zur Behandlung von Darmkrebs.


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Asiens Börsen schwächer

Der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China hat zuvor auch die asiatischen Aktienmärkte belastet. Medienberichte, wonach die US-Regierung über einen Börsenausschluss von chinesischen Unternehmen nachdenke, sorgten für Verunsicherung. An der Börse in Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei
Börsen-Chart zeigen
im Verlauf 0,5 Prozent tiefer bei 21.777 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,8 Prozent und lag bei 1591 Punkten.Die chinesische Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent.

In New York hatten die Börsen am Freitag ebenfalls unter der Sorge gelitten, dass die US-Regierung die Kapitalströme in Richtung China begrenzen könnte. Dies schickte Dow Jones Börsen-Chart zeigenund Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigenin die Verlustzone.

Euro hält sich über 1,09 Dollar

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Montag zunächst wenig von der Stelle bewegt. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,0935 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,0935 Dollar festgesetzt.

Am Freitagmorgen war der Euro mit gut 1,09 Dollar auf den tiefsten Stand seit Mitte 2017 gefallen. Wichtigster Belastungsfaktor für die gemeinsame Währung der 19 Euroländer ist die extrem lockere Geldpolitik der EZB. Zuletzt hat es jedoch innerhalb der Notenbank verstärkt Diskussionen um den Kurs gegeben. Vergangene Woche hatte die deutsche EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger ihren Rücktritt angekündigt, ohne jedoch Gründe dafür zu nennen.

Ölpreise bewegen sich wenig

Die Ölpreise haben sich am Montag zunächst kaum bewegt. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen 61,72 US-Dollar. Das waren 19 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls geringfügig um acht Cent auf 55,83 Dollar.

Am Ölmarkt hat sich die Lage etwas beruhigt. Vor zwei Wochen waren die Preise nach schweren Angriffen auf saudische Ölanlagen stark gestiegen. Der Großteil dieser Aufschläge ist mittlerweile wieder verschwunden. Am Markt wird dies mit Meldungen erklärt, wonach Saudi-Arabien seine beschädigten Produktionskapazitäten überwiegend wiederhergestellt hat.

Tendenziell belastet werden die Rohölpreise dagegen durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Am 10. Oktober wollen die beiden größten Volkswirtschaften der Welt zu neuen Gesprächen zusammenkommen. Der Disput stellt eine große Gefahr für die ohnehin angeschlagene globale Konjunktur dar und damit auch für die Rohölnachfrage.

mit Nachrichtenagenturen

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