Börse: Dax nach Kursrutsch höher erwartet

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DPA

Gewinnen wieder die „Bullen“ die Oberhand an der Frankfurter Börse?

Nach den Verlusten des Vortags gehen Händler am Dienstag von steigenden Dax-Kursen aus. Im Fokus stehen zunächst Kurse aus der zweiten Reihe.

Am Dienstag wird der Dax
Börsen-Chart zeigen
Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge rund 0,27 Prozent auf 0,27 Prozent auf 12.376 höher starten. Am Montag war er rund Prozent niedriger bei 12.342 Punkten aus dem Handel gegangen. Auch der Eurozonen-Leitindex Eurostoxx wird am Morgen etwas höher erwartet.

Etwas ermutigend wirkt am Morgen eine neue Wasserstandsmeldung im Handelskrieg. Der US-Finanzminister Steven Mnuchin erklärte im US-Fernsehen, dass Chinas Vize Liu He Anfang Oktober für neue Handelsgespräche nach Washington kommen wird. Nach zuletzt eher unklaren Signalen wirkte dies für den Markt beruhigend.

Die Anleger werden ihr Augenmerk erneut auf die Konjunkturentwicklung in Deutschland legen: Am Vormittag wird der Ifo-Geschäftsklimaindex für September veröffentlicht. Experten erwarten einen leichten Anstieg, nachdem das wichtige Barometer im August auf ein Sieben-Jahres-Tief gefallen war. Dabei dürften die Firmenbosse vor allem ihre Aussichten etwas günstiger einschätzen, während sich die aktuelle Lage eingetrübt haben sollte.

Zudem dürfte der Brexit für Gesprächsstoff sorgen: In Großbritannien entscheidet der Oberste Gerichtshof, ob Premierminister Boris Johnson die Zwangspause für das Parlament rechtmäßig verlängert hat.

Auf Unternehmensseite fällt am Dienstag vor allem SAF-Holland Börsen-Chart zeigen mit einem vorbörslichen Kursrutsch um 12 Prozent auf. Der Nutzfahrzeugzulieferer blickt kurz nach der Vorlage von Quartalszahlen beim Umsatz plötzlich pessimistischer auf das laufende Jahr.

Ansonsten gab es am Morgen Nachrichten vom Biotech-Unternehmen Evotec Börsen-Chart zeigen , dessen Aktien nach einer angekündigten Partnerschaft mit dem japanischen Pharmarisen Takeda vorbörslich um 2,3 Prozent stiegen. Evotec erhält durch diese eine einmalige Vorab- und künftige Meilensteinzahlungen.

Nordex Börsen-Chart zeigen könnte außerdem einen Blick wert sein wegen des Neuauftrags aus der Türkei. Für den Windpark „Söke“ soll der Hersteller von Windkraftanlagen 23 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 110 MW liefern und errichten. Vorbörslich ging es für die Aktie um 1,9 Prozent hoch, nachdem das Papier am Montag 8,55 Prozent verloren hatte.

Darüber hinaus sorgen vor dem Börsenstart noch Analystenkommentare für Bewegung. So rücken Klöckner & Co. Börsen-Chart zeigen um 4 Prozent vor nach einer Kaufempfehlung von Jefferies, die begründet wurde mit einer sehr niedrigen Bewertung. Siltronic kletterten außerdem infolge einer Erstbewertung mit „Buy“ durch HSBC um 1,4 Prozent.


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Euro kaum verändert, Ölpreise geben nach

Der Euro hat sich am Dienstag kaum verändert knapp unter 1,10 US-Dollar gehalten. Nach deutlichen Kursverlusten vom Vortag konnte sich die Gemeinschaftswährung damit vorerst stabilisieren. Am Morgen wurde sie bei 1,0989 Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,0985 Dollar festgesetzt.

Zu Beginn der Woche hatten unerwartet schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone die bestehenden Konjunktursorgen verstärkt und die Gemeinschaftswährung deutlich belastet. Die Stimmung der Einkaufsmanager war auf den tiefsten Stand seit mehr als sechs Jahren gefallen.

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 64,42 US-Dollar. Das waren 35 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 27 Cent auf 58,37 Dollar.

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Am Ölmarkt ist die Produktionsmenge in Saudi-Arabien weiter ein bestimmendes Thema. Im Mittelpunkt des Interesses steht die Frage, wie schnell das führende Opec-Land die Produktion wieder hochfahren kann, nachdem Angriffe auf wichtige Ölanlagen einen Großteil der Fertigung lahmlegten. Laut jüngsten Medienberichten macht das Land Fortschritte bei der Wiederherstellung des alten Produktionsniveaus.

Nach den USA machen mittlerweile auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien den Iran für die Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien verantwortlich. „Für uns ist deutlich, dass der Iran Verantwortung für diesen Angriff trägt“, hieß es in einer am Montag am Rande der UN-Vollversammlung in New York veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Bundesregierung, der französischen sowie der britischen Regierung. „Es gibt keine andere plausible Erklärung.“

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