Börse: Dax nahe Rekordhoch, Daimler und Deutsche Bank im Plus

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Am deutschen Aktienmarkt hält sich der Dax in der Nähe seines Rekordhochs. Anleger setzen auf eine Einigung im Handelsstreit. Davon profitieren vor allem die Autowerte Daimler, BMW, VW und Continental.

Kursgewinne an der Börse: Trotz all dem Hin und Her im Handelsstreit zwischen USA und China wird damit gerechnet, dass es über kurz oder lang zu einer Einigung zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften kommen wird. So scheint China am Wochenende einen Schritt auf die USA zugegangen zu sein: Das Land kündigte härtere Strafen für Verletzungen der Rechte an geistigem Eigentum an. Insgesamt bleiben die meisten Anleger daher weiter investiert und warten auf den Durchbruch in den Zollgesprächen. Der Dax Börsen-Chart zeigen legte am Montag im frühen Handel 0,6 Prozent zu und kletterte auf 13.251 Zähler. Vor allem die Aktien von Daimler
Börsen-Chart zeigen, Volkswagen
Börsen-Chart zeigen und Continental
Börsen-Chart zeigen verzeichneten deutliche Kursgewinne.
Der Autosektor profitiere von einer gestiegenen Risikobereitschaft, hieß es am Markt.

In der abgelaufenen Woche hatte der deutsche Leitindex mit 13 374 Punkten den höchsten Stand seit Januar 2018 erreicht. Bis zu seinem Rekordhoch bei knapp unter 13 600 Punkten ist der Weg damit nicht mehr weit. Im bisherigen Jahresablauf können sich die Anleger bereits über ein Plus von 25 Prozent im Dax
Börsen-Chart zeigen
freuen, wobei es vor allem seit Oktober wieder spürbar aufwärts gegangen ist. Das Plus von 25 Prozent seit Jahresbeginn ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass die Börsen im Dezember 2018 eingebrochen waren und der Dax auf niedrigem Niveau ins neue Jahr startete.

Berichtsaison neigt sich dem Ende zu

Derweil ist die Berichtssaison der Unternehmen weitgehend am Ende angelangt. Nur noch wenige Nachzügler werden Quartalszahlen bekanntgeben. Auch konjunkturseitig geht es in der neuen Woche eher ruhig zu, zumal in den USA der Feiertag „Thanksgiving“ ansteht.

„Die Grundtendenz am Aktienmarkt ist seit geraumer Zeit eher aufwärts gerichtet“ und die Jahresendrally sei bereits angelaufen, sagte Analyst Carsten Klude von Warburg Research. Dieser Trend dürfte sich seines Erachtens in der nächsten Woche fortsetzen, „zumal die Berichtsaison durch ist, und es nun wenig Neues von den Unternehmen gibt.“

Thanksgiving-Wochenende und Shoppingrausch in den USA

Konjunkturseitig rückt hierzulande vor allem der am Montag erwartete Ifo-Geschäftsklimaindex für November in den Blick, der die Stimmung in der deutschen Wirtschaft widerspiegelt. Nachdem er sich zuletzt etwas stabilisiert hatte, wird erwartet, „dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt“, sagte Klude. Darüber hinaus dürften noch die Verbraucherpreise für Deutschland am Donnerstag von Interesse sein. Impulse aus den USA sind indes rar. Am Donnerstag bleiben die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen und am Freitag wird nur verkürzt gehandelt. Datenseitig könnten allenfalls zur Wochenmitte die US-Auftragseingänge für langlebige Güter in den Blick rücken.

Eon präsentiert Quartalszahlen am Freitag

Unter den Dax-Konzernen legt am Freitag nur noch der Versorger Eon seinen Quartalsbericht vor. Analyst James Brand von der Deutschen Bank wartet insbesondere auf aktuelle Aussagen über die Jahresziele 2019. Zudem verwies er darauf, dass die Übernahme des Stromanbieters Innogy das Zahlenwerk verkompliziert. Die einstige RWE -Tochter wird ihre eigene Quartalsbilanz am Donnerstag bekannt geben.

Am Montag berichtet außerdem noch der Ökostromerzeuger Encavis , der nach Abschluss des ersten Geschäftshalbjahrs seine Jahresziele bereits zum zweiten Mal aufgestockt hatte. Am Dienstag legen der Start-up-Investor Rocket Internet sowie Home24 , an dem Rocket mit knapp 11 Prozent beteiligt ist, Zahlen vor. Auch der Saatguthersteller KWS Saat rückt mit seinem Quartalsbericht in den Blick.

Der Bremsenspezialist Knorr-Bremse und der Immobilienkonzern Aroundtown stellen ihre Geschäftsberichte am Mittwoch vor. Aroundtown hatte zuletzt im Zuge der geplanten Fusion mit TLG Nägel mit Köpfen gemacht und ein Übernahmeangebot vorgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat von TLG unterstützten die Offerte, durch die im Erfolgsfall einer der größten Anbieter von Bürohäusern Europas entstünde.


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Euro kaum verändert, Asiens Börsen stabil

Trotz des andauernden Handelstreits der USA und China haben sich die asiatischen Anleger freundlich gezeigt. „Die Märkte zeigen einige Ermüdungsanzeichen von den stetigen optimistischen Kommentaren von US-Regierungsbeamten, obwohl es keine Anzeichen für eine endgültige Einigung gibt“, sagte Robert Rennie, Leiter der Finanzmarktstrategie bei der Bank Westpac. Sechs Wochen seien vergangen, seit der „Phase-eins“-Deal im Prinzip vereinbart wurde, aber es gäbe immer noch keine Einigung.

Ein ehrgeiziges zweites Handelsabkommen ist laut Vertretern beider Seiten, Handelsexperten und Regierungsmitgliedern auch noch nicht absehbar. Die Börse in Tokio hat sich am Montag zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent höher bei 23.327 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,8 Prozent und lag bei 1705 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,3 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 108,78 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0348 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9968 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1021 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0986 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2846 Dollar.

mit Nachrichtenagenturen

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