Börse: Dax und Dow im Plus, Daimler und Infineon gefragt

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Am deutschen Aktienmarkt hält sich der Dax in der Nähe seines Rekordhochs. Anleger setzen auf eine Einigung im Handelsstreit. Davon profitieren Daimler sowie die Zulieferer Continental und Infineon.

Kursgewinne an der Börse: Trotz all dem Hin und Her im Handelsstreit zwischen USA und China wird damit gerechnet, dass es über kurz oder lang zu einer Einigung zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften kommen wird. So scheint China am Wochenende einen Schritt auf die USA zugegangen zu sein: Das Land kündigte härtere Strafen für Verletzungen der Rechte an geistigem Eigentum an.

Insgesamt bleiben die meisten Anleger daher weiter investiert und warten auf den Durchbruch in den Zollgesprächen. Der Dax Börsen-Chart zeigen legte bis Montag Nachmittag um 0,6 Prozent zu und kletterte auf 13.246 Zähler. Vor allem die Aktien von Daimler
Börsen-Chart zeigen, Infineon
Börsen-Chart zeigen und Continental
Börsen-Chart zeigen verzeichneten Kursgewinne.
Der Autosektor profitiere von einer gestiegenen Risikobereitschaft, hieß es am Markt. An den US-Börsen ging es zunächst ebenfalls aufwärts: Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen legten am Montag im frühen Handel um 0,5 Prozent bzw 0,9 Prozent zu und notierten jeweils nur knapp unter Rekordhoch.

Daimler: Erhöht BAIC seinen Anteil?

Jedoch bauen die Daimler-Aktien auch nach einer Reuters-Meldung ihre Gewinne aus. Die Nachrichtenagentur hatte berichtet, Daimlers Haupt-Partnerunternehmen in China, BAIC, habe seine Bereitschaft signalisiert, seinen Anteil an dem deutschen Autobauer zu erhöhen. Vertreter des BAIC-Tochterunternehmens BAIC Motor Corp Ltd hätten bei Investoren-Konferenzen Mitte Oktober auf die Frage nach der künftigen Beziehung zwischen BAIC und Daimler gesagt, beide Seiten seien bereit, ihren Anteil an der jeweils anderen Seite zu erhöhen. Das sagten Insider Reuters. Die Papiere von Daimler notieren am Montagvormittag knapp zwei Prozent im Plus.

Gerüchte um Siemens sorgen für Kurssprung bei Siemens Gamesa

Die Aktien von Siemens
Gamesa Börsen-Chart zeigen legen fast neun Prozent zu. Händler begründen das mit einem Bericht, wonach Siemens
Börsen-Chart zeigen
erwäge, seinen Anteil an dem Windanlagenbauer auszubauen.

Die Aktien von ThyssenKrupp geben im MDax nach einer Herabstufung durch das französische Finanzhaus Exane BNP Paribas bis zu 3,1 Prozent nach. Die Experten senkten ihre Empfehlung auf „Neutral“ von „Outperform“ und reduzierten das Kursziel auf 12,50 von 16,70 Euro.

Wall Street: Dow Jones und Nasdaq klettern weiter

Die Hoffnung auf einen Durchbruch in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China hat am Montag die Anleger an der Wall Street zu Aktienkäufen bewegt. Auch die Milliardenübernahme des US-Brokerhauses TD Ameritrade durch den größeren Rivalen Charles Schwab hob die Stimmung bei den Investoren.

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen eröffnete 0,4 Prozent fester bei 27.979 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,3 Prozent auf 3120 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen notierte 0,6 Prozent höher bei 8570 Punkten.

Börsianer verwiesen auf einen Bericht der chinesischen Boulevardzeitung „Global Times“, wonach die USA und China „sehr nahe“ an einem Handelsabkommen sind. „Die Leute hoffen, dass es vor Jahresende irgendeine Art Abkommen gibt, und wir dann weitermachen können“, sagte Robert Pavlik, Chefstratege bei SlateStone Wealth.

LVMH übernimmt Tiffaniy, Uber unter Druck

Die Aktien des Luxus-Juweliers Tiffany & Co legten fast sechs Prozent zu. Das Unternehmen wird für insgesamt 16,2 Milliarden Dollar vom französischen Luxusgüter-Konzern LVMH übernommen.

Um 2,4 Prozent abwärts ging es dagegen für die Aktien des Mitfahrdienstes Uber. Die Verkehrsbehörde in London entzog dem Unternehmen zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren die Lizenz und begründete das mit Sicherheitsverstößen. Uber will Einspruch einlegen.

Dax behält Rekordhoch im Blick

In der abgelaufenen Woche hatte der deutsche Leitindex mit 13 374 Punkten den höchsten Stand seit Januar 2018 erreicht. Bis zu seinem Rekordhoch bei knapp unter 13 600 Punkten ist der Weg damit nicht mehr weit. Im bisherigen Jahresablauf können sich die Anleger bereits über ein Plus von 25 Prozent im Dax
Börsen-Chart zeigen
freuen, wobei es vor allem seit Oktober wieder spürbar aufwärts gegangen ist. Das Plus von 25 Prozent seit Jahresbeginn ist allerdings auch darauf zurückzuführen, dass die Börsen im Dezember 2018 eingebrochen waren und der Dax auf niedrigem Niveau ins neue Jahr startete.

Berichtsaison neigt sich dem Ende zu

Derweil ist die Berichtssaison der Unternehmen weitgehend am Ende angelangt. Nur noch wenige Nachzügler werden Quartalszahlen bekanntgeben. Auch konjunkturseitig geht es in der neuen Woche eher ruhig zu, zumal in den USA der Feiertag „Thanksgiving“ ansteht.

„Die Grundtendenz am Aktienmarkt ist seit geraumer Zeit eher aufwärts gerichtet“ und die Jahresendrally sei bereits angelaufen, sagte Analyst Carsten Klude von Warburg Research. Dieser Trend dürfte sich seines Erachtens in der nächsten Woche fortsetzen, „zumal die Berichtsaison durch ist, und es nun wenig Neues von den Unternehmen gibt.“

Thanksgiving-Wochenende und Shoppingrausch in den USA

Konjunkturseitig rückt hierzulande vor allem der am Montag erwartete Ifo-Geschäftsklimaindex für November in den Blick, der die Stimmung in der deutschen Wirtschaft widerspiegelt. Nachdem er sich zuletzt etwas stabilisiert hatte, wird erwartet, „dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt“, sagte Klude. Darüber hinaus dürften noch die Verbraucherpreise für Deutschland am Donnerstag von Interesse sein. Impulse aus den USA sind indes rar. Am Donnerstag bleiben die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen und am Freitag wird nur verkürzt gehandelt. Datenseitig könnten allenfalls zur Wochenmitte die US-Auftragseingänge für langlebige Güter in den Blick rücken.

Eon präsentiert Quartalszahlen am Freitag

Unter den Dax-Konzernen legt am Freitag nur noch der Versorger Eon seinen Quartalsbericht vor. Analyst James Brand von der Deutschen Bank wartet insbesondere auf aktuelle Aussagen über die Jahresziele 2019. Zudem verwies er darauf, dass die Übernahme des Stromanbieters Innogy das Zahlenwerk verkompliziert. Die einstige RWE -Tochter wird ihre eigene Quartalsbilanz am Donnerstag bekannt geben.


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Euro kaum verändert, Asiens Börsen stabil

Trotz des andauernden Handelstreits der USA und China haben sich die asiatischen Anleger freundlich gezeigt. „Die Märkte zeigen einige Ermüdungsanzeichen von den stetigen optimistischen Kommentaren von US-Regierungsbeamten, obwohl es keine Anzeichen für eine endgültige Einigung gibt“, sagte Robert Rennie, Leiter der Finanzmarktstrategie bei der Bank Westpac. Sechs Wochen seien vergangen, seit der „Phase-eins“-Deal im Prinzip vereinbart wurde, aber es gäbe immer noch keine Einigung.

Ein ehrgeiziges zweites Handelsabkommen ist laut Vertretern beider Seiten, Handelsexperten und Regierungsmitgliedern auch noch nicht absehbar. Die Börse in Tokio hat sich am Montag zunächst stärker gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent höher bei 23.327 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,8 Prozent und lag bei 1705 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,3 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 108,78 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0348 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9968 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1021 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0986 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2846 Dollar.

mit Nachrichtenagenturen

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