Börse: Dax am Hexensabbat leicht im Minus

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Hexensabbat gibt es auch an der Börse:
Gegen Mittag laufen am Freitag an der Derivatebörse Eurex Terminkontrakte und Optionen auf die großen Aktienindizes aus und sorgen für teils erratische Kursbewegugnen

Dem Dax stehen am letzten Handelstag der Woche mit dem sogenannten Hexensabbat einige unruhige Stunden bevor. Händler rechnen zunächst mit leichten Verlusten zum Handelsauftakt. Die am Vortag arg gerupften Aktien von Wirecard steuern auf Erholungskurs.

Der sogenannte Hexensabbat dürfte am Freitag das Geschehen am deutschen Aktienmarkt bestimmen. Am Mittag laufen an der Derivatebörse Eurex Terminkontrakte und Optionen auf die großen Aktienindizes aus, wie die auf den Dax Börsen-Chart zeigen und den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen. Vor diesem auch großer Verfall genannten Termin versuchen Anleger, die Kurse in die für sie vorteilhafte Richtung zu bewegen. Das führt in der Regel zu erratischen, fundamental nicht zu erklärenden Bewegungen.

Der Dax
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, der sich am Vortag von seiner freundlichen Seite gezeigt hatte, dürfte mit leichten Abgaben in den Handel gehen. So signalisierte der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex gut eine Stunde vor der Eröffnung ein Minus von 0,15 Prozent auf 12.439 Punkte. Seit bereits sieben Handelstagen pendelt der Dax zwischen 12.300 und 12.500 Zählern, wobei er sich seit seinem Zwischentief am Dienstag bei 12 303 Punkten inzwischen merklich erholt hat. Auf Wochensicht zeichnet sich aktuell ein moderater Verlust von 0,2 Prozent ab.

Der EuroStoxx 50
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als Leitindex der Eurozone wird am Freitag mit einem Abschlag von 0,3 Prozent erwartet. In New York hatte am Vortag der Dow Jones Industrial seine moderaten Gewinne sukzessive abgegeben und im Minus geschlossen. Die Vorgaben aus Asien sind am Freitag indes positiv.

Unternehmensseitig ist es ruhig. Wirecard
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erholten sich vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate etwas von ihrem Vortagesverlust.


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Euro steigt nach einer Woche zahlreicher Notenbanksitzungen

Der Euro Börsen-Chart zeigen ist am Freitag im frühen Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostete die gemeinsame Währung der 19 Euroländer 1,1055 US-Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1067 Dollar festgesetzt.

Am Ende einer Woche mit zahlreichen Notenbankentscheidungen hat die chinesische Zentralbank ihre Geldpolitik etwas gelockert. Sie reduzierte den einjährigen Zinssatz, an dem die Banken ihre Neukreditvergabe ausrichten sollen, leicht auf 4,2 Prozent. Die Reduzierung wurde weitgehend erwartet und reiht sich ein in mehrere moderate geldpolitische Lockerungen in den vergangenen Monaten. China versucht damit, die schwächelnde Wirtschaft zu stützen, ohne zugleich die heimische Währung Yuan zu stark unter Druck zu setzen.

Ölpreise klettern – Iran warnt vor Krieg

Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel gestiegen. Händler nannten die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Saudi-Arabien einerseits und Iran andererseits als Grund. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 64,73 US-Dollar. Das waren 33 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 52 Cent auf 58,65 Dollar.

Die politischen Spannungen nach dem Drohnenangriff auf Saudi-Arabien bleiben hoch. Am Donnerstag hatte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif für den Fall eines Militärschlags der USA und Saudi-Arabiens auf sein Land mit einem „umfassenden Krieg“ gedroht.

Die USA und Saudi-Arabien machen Iran für den Angriff auf saudische Ölanlagen vom vergangenen Wochenende verantwortlich. Der Angriff hatte einen erheblichen Teil der saudischen Ölproduktion beschädigt und am Rohölmarkt für zeitweise starke Preisanstieg gesorgt./bgf/fba

mit Nachrichtenagenturen

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