Börse: Dax dreht ins Plus, Rocket Internet gefragt

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Nach der Zinssenkung in den USA wagt der Dax erneut einen Ausflug über die Marke von 12.400 Punkten. Im Fokus stehen zunächst die Aktien von Rocket Internet und Wirecard. Der Zahlungsdienstleister leidet unter Gewinnmitnahmen.

Der Dax Börsen-Chart zeigen hat sich am Donnerstag nach einem schleppenden Start etwas berappelt. Zuletzt gewann der deutsche Leitindex 0,2 Prozent auf 12.412 Punkte. Der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed brachte allerdings keinen neuen Schwung. Die Währungshüter hatten am Vorabend die Erwartungen der Anleger mit der zweiten Zinssenkung in diesem Jahr erfüllt. Während die Aktien von Covestro Börsen-Chart zeigen und BASF Börsen-Chart zeigen gefragt waren, gaben die Aktien von Lufthansa Börsen-Chart zeigen und Wirecard Börsen-Chart zeigen am Dax-Ende zwischen 2 und 4 Prozent nach. Bei Wirecard Börsen-Chart zeigen lasteten insbesondere Gewinnmitnahmen auf der Aktie – das Papier hatte in den vergangenen Wochen deutlich zugelegt.

Der MDax Börsen-Chart zeigender mittelgroßen deutschen Börsenwerte legte um plus 0,52 Prozent auf 26.082,62 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigenrückte um 0,54 Prozent vor.

Die Seitwärtstendenz dürfte beim Dax nach einigen starken Wochen erst einmal weitergehen. „Der restliche Wochenfahrplan lautet nun Hexensabbat, der am Freitag nochmals zu Verwerfungen führen könne“, kommentierte Analyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel. Gemeint ist damit der große Verfallstag am Terminmarkt. Am Donnerstag beschäftigen Zinsentscheide in Japan, Großbritannien, der Schweiz und in Norwegen die Anleger.

Lufthansa und Siemens Healthineers unter Druck

Mit einem Minus von 2,0 Prozent auf 14,13 Euro stehen die Aktien der Lufthansa Börsen-Chart zeigen am Dax-Ende. Die Experten der US-Bank Morgan Stanley stufen die Papiere als „underweight“ ein und setzen ein Preisziel von zwölf Euro an. Die gesamte europäische Luftfahrtbranche habe mit einem harten Wettbewerb, mauer Konjunktur, Arbeitskämpfen und steigenden Umweltkosten zu tun.

Eine Herabstufung durch JP Morgan belastet auch die Aktien des Medizintechnik-Herstellers Siemens Healthineers Börsen-Chart zeigen. Sie geben rund 1,8 Prozent nach. Die Trendwende in der Diagnostik-Sparte werde länger dauern als derzeit am Markt angenommen, heißt es bei JP Morgan.

Die Aktien des Startup-Investors Rocket Internet Börsen-Chart zeigen legten zeitweise 2,5 Prozent zu, gaben dann einen großen Teil der Gewinne aber wieder ab. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr den Gewinn kräftig gesteigert und dabei von Zuwächsen bei seinen wichtigsten Beteiligungen profitiert.

Wall Street uneinheitlich, Nikkei im Plus

Die Wall Street hatte am Mittwoch auf die US-Leitzinssenkung und die Aussagen der Fed zur weiteren Geldpolitik letztlich unbeeindruckt reagiert. Nach der ersten Kürzung seit mehr als zehn Jahren im Juli kappte die US-Notenbank Fed den Leitzins erwartungsgemäß nochmals um 0,25 Prozentpunkte. Der Dow-Jones-Index
Börsen-Chart zeigen
der Standardwerte ging 0,1 Prozent höher auf 27.147 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen gab dagegen 0,1 Prozent auf 8177 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 notierte zuletzt kaum verändert bei 3006 Punkten.

In Asien reagierten die Börsen deutlich positiver auf den US-Zinsentscheid. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index
Börsen-Chart zeigen
notierte 1,1 Prozent stärker bei 22.183 Punkten und damit nur knapp unter seinem im August erreichten Jahreshoch von 22.362 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 1,5 Prozent auf 1624 Zähler.


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Euro erholt sich

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Donnerstag etwas von seinen Verlusten am Vortag erholt. Am Morgen kostete die gemeinsame Währung der 19 Euro-Länder 1,1035 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1053 Dollar festgesetzt.

Der Euro war am Mittwochabend unter Druck geraten, nachdem die US-Notenbank erwartungsgemäß ihre Leitzinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr verringert hatte. Zugleich wurde an Prognosen einzelner Notenbanker jedoch deutlich, dass in der Zentralbank keine Einigkeit über den weiteren geldpolitischen Kurs besteht. Der US-Dollar legte daraufhin zu.

Deutlich gestiegen ist am Donnerstagmorgen der japanische Yen. Entgegen der Erwartung einiger Analysten lockerte die japanische Zentralbank ihre Geldpolitik nicht weiter. Der Yen erhielt dadurch Auftrieb. Allerdings kündigte die Notenbank für ihre nächste Zinssitzung Ende Oktober eine Überprüfung der wirtschaftlichen Lage an. Dies eröffnet zumindest die Möglichkeit einer weiteren Lockerung.

Ölpreise steigen leicht

Die Ölpreise sind am Donnerstag im frühen Handel leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen 63,72 US-Dollar. Das waren 12 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) erhöhte sich um 17 Cent auf 58,28 Dollar.

Nach der Zuspitzung infolge der Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien am Wochenende hat sich die Lage am Ölmarkt etwas beruhigt. Seit Dienstag sind die Preise in der Tendenz gefallen, sie liegen aber immer noch höher als vor dem Angriff. Saudi-Arabien und der Internationalen Energieagentur IEA ist es offenbar gelungen, die Anleger und Investoren etwas zu besänftigen.

Laut dem staatlichen Ölkonzern Saudi Aramco ist die Erdölproduktion in der angegriffenen Großanlage zu etwa 40 Prozent wiederhergestellt. Die volle Kapazität soll bis Ende September wieder zur Verfügung stehen. Die IEA verwies unterdessen auf die immensen Rohölvorräte ihrer Mitgliedsländer, die sie auf 1,55 Milliarden Barrel bezifferte. Der globale Ölmarkt bleibe damit gut versorgt.

mit Nachrichtenagenturen

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