Börse: Fedex zieht Deutsche Post mit runter

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Andrew Caballero-Reynolds / AFP

US-Notenbank-Chef Jerome Powell: Die Märkte erwarten eine Zinssenkung und die Ankündigung weiterer Schritte

Keine großen Kurssprünge im Dax – vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank halten sich die Investoren zurück. Aktien der Deutschen Post leiden unter der Gewinnwarnung des Konkurrenten Fedex. Eine Kaufempfehlung hievt zunächst die Papiere von Covestro an die Spitze des deutschen Leitindex.

Kurz vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank scheuen Anleger größere Engagements am deutschen Aktienmarkt. Der Dax kam zur Eröffnung am Mittwoch kaum vom Fleck und notierte bei 12.364 Punkten. Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex kaum verändert bei 12.372,61 Punkten geschlossen.

Da eine Zinssenkung der Fed um einen viertel Prozentpunkt als sicher gilt, richteten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf den Ausblick des Notenbank-Chefs Jerome Powell. Dieser werde voraussichtlich ein bis zwei weitere Schritt bis zum Jahresende signalisieren.

Dabei sei eine weitere Lockerung der Geldpolitik unnötig, kritisierte Etsy Dwek, Chef-Anlagestrategin beim Vermögensverwalter Natixis. „Das Wachstum in den USA verlangsamt sich zwar, dürfte sich aber bei rund zwei Prozent stabilisieren. Den Verbrauchern geht es gut. Der Arbeitsmarkt floriert. Der Wohnungsbau profitiert von niedrigeren Zinsen.“

Bei den Einzelwerten gerieten die Aktien der Deutschen Post Börsen-Chart zeigen unter Verkaufsdruck und verloren 2,7 Prozent. Der US-Rivale FedEx Börsen-Chart zeigen verbuchte im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang und warnte für das Gesamtjahr vor niedrigeren Gewinnen als ursprünglich erwartet. Diese Entwicklung lasse sich aber nicht eins zu eins auf die Deutsche Post übertragen, schrieb Analyst David Kerstens von der Investmentbank Jefferies. FedEx habe schließlich immer noch mit der Integration des niederländischen Paketdienstes TNT Express zu kämpfen.

Eine Kaufempfehlung von Goldman Sachs hievte am Morgen die Aktien von Covestro Börsen-Chart zeigen an die Spitze des Dax. Die Aktien des Chemiekonzerns steigen zur Eröffnung um zwei Prozent auf 44,87 Euro. Die Analysten der US-Bank stuften die Titel auf „Buy“ von „Neutral“ hoch und hoben das Kursziel auf 53 von 48 Euro an.


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Eine frisch ausgesprochene Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs belastete die Aktien des Konsumgüterherstellers Beiersdorf Börsen-Chart zeigen , wie das vorbörsliche Minus von 1,7 Prozent zeigt.

Etwas nach oben mit 0,5 Prozent ging es auch für Wirecard Börsen-Chart zeigen . Der Zahlungsabwickler besiegelte seine strategische Partnerschaft mit dem japanischen Softbank-Konzern.

Euro kaum verändert

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Mittwoch deutlich über der Marke von 1,10 US-Dollar gehalten. Am Morgen kostete die gemeinsame Währung der 19 Euroländer 1,1065 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag noch etwas tiefer auf 1,1026 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte blickt die Finanzwelt in Richtung Washington. Dort entscheidet am Abend (MESZ) die amerikanische Notenbank Fed über ihren geldpolitischen Kurs. Begleitet wird die Zinssitzung von vehementen Forderungen des US-Präsidenten Donald Trump nach starken Zinssenkungen. Unlängst hatte Trump sogar Reduzierungen auf oder unter die Nullmarke gefordert. Derzeit liegt der Fed-Leitzins in einer Spanne zwischen 2,0 und 2,25 Prozent. Gerechnet wird mit einer Reduzierung um 0,25 Prozentpunkte auf 1,75 bis 2,0 Prozent.

Die Ölpreise zeigten sich am Morgen ebenfalls nur gering verändert. Die Sorte Brent wurde am Morgen mit 64,58 Dollar (+0,03) notiert, die Sorte WTI mit 59,05 (-0,29) Dollar. Der weltgrößte Erdölexporteur Saudi-Arabien hatte am Vortag erklärt, dass die Ölproduktion nach den Angriffen auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien bis Ende September wieder komplett hergestellt werde.

Energieminister Prinz Abdulasis bin Salman erklärte, dass das Land seine Rolle als sicherer Versorger der globalen Ölmärkte behalten werde. Ende September wolle Saudi-Arabien eine Kapazität von elf Millionen Barrel Öl pro Tag erreichen und bis Ende November zwölf Millionen. Auch die Methan- und Erdgasproduktion werde zum Monatsende wieder auf dem normalen Niveau liegen. Zuvor hatten Insider davon gesprochen, dass es Monate dauern könnte, bis die Förderung wiederhergestellt werde.

mit Nachrichtenagenturen

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