Börse: Dax baut vor Fed-Entscheidung Verluste aus

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Der Dax rutscht wieder deutlich unter die Marke von 12.400 Punkten. Verluste bei den Autoherstellern Daimler, BMW, VW und Conti sowie deutliche Verluste bei Deutsche Bank und Lufthansa bremsen den Index aus.

Der Drohnen-Angriff auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien hat die Erholungsrally im Dax vorerst beendet. Der deutsche Leitindex gab am Dienstag um weitere 0,5 Prozent auf 12.338 Zähler nach, nachdem er bereits am Montag unter die Marke von 12.400 Punkten zurückgefallen war. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex noch mehr als 5 Prozent zugelegt. Vor allem die Verluste bei den Autowerten BMW Börsen-Chart zeigen, Daimler Börsen-Chart zeigen und Volkswagen Börsen-Chart zeigen sowie die Talfahrt bei Lufthansa Börsen-Chart zeigen und Deutsche Bank Börsen-Chart zeigenbremsten den deutschen Leitindex aus.

Der Ölpreisschock sei noch nicht vollends verdaut, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Milan Cutkovic, Analyst beim Broker Axitrader, schrieb: „Der große Crash nach den Drohnenangriffen auf das Herz der Ölindustrie ist zwar ausgeblieben, aber aus den Köpfen der Anleger sind die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten noch lange nicht verschwunden.“

Beruhigend wirkt laut Marktbeobachtern aber, dass US-Präsident Donald Trump derzeit keinen Militärschlag gegen den Iran erwägt. Die Vereinigten Staaten vermuten in der Islamischen Republik den Drahtzieher hinter der Tat. Die Ölpreise hatten am Vortag nach dem Anschlag rasant zugelegt, am Dienstag nun einen kleinen Teil ihrer starken Aufschläge wieder abgegeben.

Auch eine Handelsvereinbarung zwischen den USA und Japan wird an den Börsen positiv gesehen. Es sei ein gutes Signal für einen freien Welthandel, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Ölpreis gibt wieder nach

Am Rohöl-Markt machten einige Anleger Kasse. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,2 Prozent auf 68,19 Dollar je Barrel (159 Liter), nachdem sie am Montag wegen der Angriffe auf saudi-arabische Ölförderanlagen mit einem Plus von zeitweise knapp 20 den größten Kurssprung seit 1991 verzeichnet hatte.

Für die weitere Entwicklung des Ölpreises sei entscheidend, wie schnell die Schäden repariert werden können, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Sollte Saudi-Arabien erst in einigen Monaten wieder gelingen, die Förder-Kapazitäten auf das ursprüngliche Niveau zu hieven, müsse mit Liefer-Engpässen gerechnet werden. Überdies sei mit den Angriffen die Gefahr eines Krieges in der Region gewachsen.

Auch am saudi-arabischen Anleihemarkt beruhigte sich die Lage. Anleger deckten sich wieder mit Bonds des Königreichs ein und drückten die Renditen der bis 2046 und 2047 laufenden Titel auf 3,899 beziehungsweise 3,918 Prozent. Das gleiche galt für die 2049 auslaufende Papiere des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco, die bei 3,949 Prozent rentierten.

Fed dürfte Zinsen am Mittwoch um 25 Basispunkte senken – mindestens

Da Anleger für Mittwoch fest mit einer Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) um einen viertel Prozentpunkt rechnen, richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf Hinweise zur Geldpolitik in den kommenden Monaten. „Signalisiert Fed-Chef Jerome Powell weitere Zinssenkungen, könnte dies die Fortsetzung der Rally sichern und die politischen Risiken zumindest kurzfristig in den Hintergrund drängen“, prognostizierte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader.

Unterdessen bröckelte das Pfund Sterling erneut ab und kostete 1,2413 Dollar. „Gut sechs Wochen vor dem Brexit-Termin und einen Monat vor dem alles entscheidendenden EU-Gipfel stecken die Verhandlungen weiterhin in einer Sackgasse“, sagte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. Außerdem bestehe die Gefahr, dass sich Premierminister Boris Johnson über die Anordnung des Parlamentes hinwegsetzen wird, zur Verhinderung eines ungeordneten EU-Ausstiegs Großbritanniens einen erneuten Aufschub zu beantragen. Die hohen Kosten für die Absicherung eines Pfund-Absturzes deuteten darauf hin, dass Anleger einen großen Knall befürchten.

Nikkei fester, Dow Jones schwächer

In Japan sorgte der Anschlag auf die Ölraffinerie für einen Kurssprung bei Aktien von Öl- und Gasunternehmen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index Börsen-Chart zeigen notierte am Dienstag 0,2 Prozent fester bei 22.022 Punkten. Der breiter gefasste Topix Börsen-Chart zeigen stieg um 0,5 Prozent auf 1618 Zähler. Beide erreichten damit die jeweils höchsten Stände seit vier Monaten.

In den USA sorgte der Angriff dagegen für fallende Kurse. Am Montag schloss der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen mit einem Minus von 0,52 Prozent bei 27.076,82 Punkten. Am vergangenen Donnerstag hatte der Index ein neues Rekordhoch nur knapp verpasst und am Freitag bereits merklich an Schwung verloren. Die zuletzt schon schwächelnden anderen großen Indizes gerieten am Montag auch etwas unter Druck: Der marktbreite S&P 500 verlor 0,31 Prozent auf 2997,96 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen ging es um 0,51 Prozent auf 7852,41 Zähler nach unten.


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Zalando Börsen-Chart zeigen wurden von einer Aktienplatzierung eines Großaktionärs belastet. Die Papiere des Online-Modehändlers rutschten um mehr als 11 Prozent ab. Mit dem Verkauf erlöste der schwedische Investor Kinnevik rund 558 Millionen Euro. Das Paket entspricht 5,2 Prozent des Aktienkapitals von Zalando. Hinzu kam eine Abstufung für die Zalando-Aktien von „Buy“ auf „Hold“ durch Hauck & Aufhäuser. Analyst Christian Salis begründete dies nach dem guten Lauf der Aktien mit dem geringen Restpotenzial zu seinem unveränderten Kursziel von 45 Euro. Zudem sieht der Experte den Höhepunkt guter Nachrichten erreicht.


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Euro stabilisiert sich

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Dienstag stabilisiert. Nach deutlichen Verlusten zu Wochenbeginn kostete er am Dienstagmorgen 1,1010 US-Dollar. Das war etwas mehr als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1031 Dollar festgesetzt.

Am Montag war der Euro von zwei Seiten unter Druck geraten. Zum einen gab es neue Hinweise auf eine anhaltend lockere Geldpolitik in der Euro-Zone. Zwei hochrangige Notenbanker hatten sich entsprechend geäußert, darunter der Chefvolkswirt der EZB, der Ire Philip Lane.

Hinzu kam ein starkes Sicherheitsbedürfnis der Anleger wegen der Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien am Wochenende. Der darauffolgende Anstieg der Ölpreise führte zu allgemeiner Konjunkturangst und Verunsicherung. Der Dollar als Weltreservewährung wurde daraufhin angesteuert.

Am Dienstag stehen neue Konjunktursignale aus Deutschland auf dem Programm. Das Mannheimer Forschungsinstitut ZEW veröffentlicht die Ergebnisse seiner monatlichen Umfrage unter Finanzexperten. Es wird mit einer leichten Aufhellung gerechnet.

mit Nachrichtenagenturen

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