Coronavirus: Diese Animation zeigt die zweite Welle der Luftverkehrskrise

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Coronavirus Diese Animation zeigt die zweite Welle der Luftverkehrskrise

Der Appell, zu Hause zu bleiben, um die Coronapandemie einzudämmen, zeigt Wirkung: Die Zahl der Flüge über Deutschland und Europa sinkt dramatisch.

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Die steigende Zahl der Coronainfektionen und die Versuche der Politiker, diese durch neue Einschränkungen zu drücken, bekommt auch die Flugbranche schmerzlich zu spüren: Der Verkehr über Europa und Deutschland geht wieder sichtbar zurück. Das zeigen von der WirtschaftsWoche ausgewertete Daten des Flugüberwachungsportals Flightradar24. So zeigt die Animation beispielsweise, dass über der Bundesrepublik am vergangenen Dienstag deutlich weniger Flieger unterwegs waren als am 11. August – ebenfalls ein Dienstag. Viele Airlines stellen sich nach den schwierigen Sommermonaten auf einen katastrophalen Winter ein.

So hat beispielsweise die Lufthansa vor wenigen Tagen angekündigt, 125 Flugzeuge wieder aus dem Betrieb zu nehmen, die eigentlich für den Winter vorgesehen waren. Damit erreicht der Konzern eine Kapazität, die etwa auf dem Niveau der Siebzigerjahre liegt – und verliert das bisher lukrative Geschäft mit Vielfliegern.

Auch Ryanair und andere Billiglinien haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Flüge gestoppt und mehrere Ziele aus ihrem Programm gestrichen. Insgesamt haben die europäischen Billigairlines die Anzahl ihrer Verbindungen gegenüber den Sommermonaten bereits um 20 Prozent reduziert. Im August gab es immerhin noch zwei Drittel der Flüge, die die Linien noch im März dieses Jahres im Plan hatten.

Flughäfen vor der Insolvenz 

Der europäische Flughafenverband Airports Council International Europe warnt inzwischen, dass von den 740 europäischen Airports 193 damit kämpfen, nicht in die Insolvenz zu rutschen. Der deutsche Regionalflughafen Paderborn/Lippstadt musste bereits im September einen Insolvenzantrag stellen. Allein im September verzeichneten Europas Airports 1,29 Milliarden Passagiere weniger als im Vorjahresmonat.

Die erneute Krise für die Airlines und Flughäfen in Europa kommt zu einer Zeit, in der mehrere Staaten in der asiatisch-pazifischen Region, die das Coronavirus im Griff haben, sogenannte Reise-Blasen aufbauen. Die sollen sicherstellen, dass weiterhin Urlauber in die Tourismusregionen kommen – und so auch den Flugverkehr beleben. Passagiere können darin zwischen den Corona-freien Ländern und Städten ganz ohne Quarantäne-Auflagen reisen. 

Mehr zum Thema: Während Europa erneut innere Grenzen schließt, handeln quasi corona-freie Staaten bilaterale Reiseabkommen aus.

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