Kryptowährung: Bitcoin steigt weiter – jetzt über 8000 US-Dollar

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Gillian Flaccus/ AP


Bitcoin: Unter 7000 US-Dollar

Die Kryptowährung Bitcoin hat nach ihrem Kursrutsch Ende 2018 zur Erholung angesetzt und ist wieder über die Marke von 8000 US-Dollar gestiegen. Im Zuge der Iran-Krise scheinen Digitalwährungen bei einigen Anlegern wieder stärker gefragt zu sein: Auf der Handelsplattform Bitstamp wurden am Dienstag 8009 Dollar erreicht. Das ist der höchste Stand seit Mitte November.

Seit der Tötung des einflussreichen iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die USA haben viele Digitalwährungen spürbar an Wert gewonnen. Neben Bitcoin gehören dazu etwa Ether, XRP oder auch „der kleine Bruder“ von Bitcoin, Bitcoin Cash. Zurzeit gibt es nach Angaben der Internetseite coinmarketcap.com etwa 5000 Kryptowährungen mit einem Marktvolumen von rund 210 Milliarden Dollar.

Einige in Digitalwährungen engagierte Anleger und Interessierte sprechen schon von „digitalem Gold“, wenn es um Kryptoanlagen wie Bitcoin geht. Allerdings dürften die Kurszuwächse vor allem darin begründet sein, dass Anleger in Zeiten schwankender oder fallender Aktienkurse nach Alternativen suchen und dadurch das Interesse an der hochvolatilen Bitcoin-Währung steigt.

Bitcoin-ETF stärker gefragt

An der Frankfurter Zertifikatebörse waren Finanzpapiere, die auf Bitcoin basieren, im Jahr 2019 das beliebteste Produkt, wie die Deutsche Börse am Dienstag mitteilte. 2019 seien Bitcoin-Zertifikate im Volumen von 72,18 Millionen Euro gehandelt worden. Das entspreche einem Zuwachs von knapp sechs Prozent im Vergleich zu 2018.

Bitcoin-Zertifikate gibt es erst seit Ende 2017. Vor allem für Privatanleger wurde dadurch die Möglichkeit geschaffen, vergleichsweise einfach in die seit gut zehn Jahren existierende Krypotwährung zu investieren. Der Preis von Bitcoin schwankt jedoch stark. So kostete ein Bitcoin vor einem Jahr gerade einmal die Hälfte des aktuellen Preises von 7900 Dollar. Im August 2019 mussten Anleger für einen Coin dagegen 13.500 Dollar auf den Tisch legen.

Insgesamt sank das Handelsvolumen in strukturierten Produkten an der Frankfurter Zertifikatebörse im vergangenen Jahr um zehn Prozent auf 12,3 Milliarden Euro.

Der Bitcoin ist für seine Kurskapriolen bekannt – das disqualifiziert die Digitalwährung in den Augen von Kritikern als Zahlungsmittel. So schwankte der Kurs alleine in diesem Jahr zwischen knapp über 3000 Dollar Anfang des Jahres und fast 14.000 Dollar im Juni.

la/dpa

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