„Kurs-Achterbahnfahrt“: Bitcoin steigt über 10.000 Dollar – und stürzt dann ab

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Kryptowährung Bitcoin: Anleger haben nach dem Halving mit fallenden Kursen gerechnet und müssen nun kaufen, um ihre Positionen glatt zu stellen

Die Kursschwankungen von Kryptowährungen wie dem Bitcoin bleiben hoch. Dies zeigte sich abermals am Dienstag: Während der Bitcoinkurs in der Nacht auf Dienstag zunächst deutlich stieg und über die Marke von 10.000 US-Dollar kletterte, brach er am Nachmittag ein. Im Tageshoch kostete ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp 10.429 Dollar, im Tief waren es 9135 Dollar. Am Abend betrug der Kurs etwa 9500 Dollar.

Starke Kursschwankungen sind bei Digitalwährungen wie dem Bitcoin keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Konkrete Gründe dafür lassen sich oft nur schwer anführen. Marktteilnehmer nennen nicht selten markttechnische Gründe wie das Durchbrechen wichtiger Unterstützungs- oder Widerstandsmarken. Daneben werden auch fundamentale Gründe angeführt wie das unlängst vollzogene „Halving“. Darunter versteht man eine automatische Reduzierung des Angebotswachstums durch die Bitcoin-Gemeinde.

Grundsätzlich scheinen Kryptowährungen, von denen es aktuell mehrere Tausend gibt, ihren Platz an den Finanzmärkten noch nicht gefunden zu haben. Einige Anleger erkennen in ihnen eine Art sicheren Hafen, ähnlich den Rohstoffen Gold oder Silber. Kritische Beobachter warnen dagegen vor einem riskanten Anlagegegenstand mit erheblichen Kursschwankungen und ohne Eigenwert.

„Kryptowährungen bleiben nichts für schwache Nerven“, kommentierte Beobachter Timo Emden von Emden-Research die jüngste Berg- und Talfahrt. Er begründete den Bitcoin-Einbruch am Nachmittag mit Gewinnmitnahmen. „Kurs-Achterbahnfahrten sind in der Welt von Bitcoin und Co. keine Seltenheit.“

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„Die Anti-Rassismus-Proteste in den USA könnten amerikanische Investoren zudem auf Kryptowährungen ausweichen lassen“, kommentierte Emden. US-Präsident Trump hatte zuletzt mit einem Militäreinsatz gedroht und die Gemüter erneut erhitzt. In mehreren US-Metropolen kam es in der siebten Nacht in Folge zu Protesten, die teils in Gewalt ausarteten. Die Entwicklung könnte die Wirtschaft in den USA zusätzlich zur Corona-Krise belasten.

mg/dpa-afx

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