Besuch in Tübingen: Was Elon Musk mit Curevac zu besprechen hat

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Besuch in Tübingen Was Elon Musk mit Curevac zu besprechen hat

Der Tesla-Visionär trifft sich in Tübingen mit dem Management von Curevac. Es geht um eine Kooperation mit dem Impfstoffentwickler. Elon Musk und das Unternehmen sind bereits geschäftlich verbandelt.

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Im Laufe der Woche soll Musk nach Tübingen kommen, bestätigt Curevac. Es handele sich um einen internen Termin ohne Pressebeteiligung. Dem Vernehmen nach könnte der Termin bereits heute stattfinden. Worum es in den Gesprächen geht, dürfte indes klar sein. Die Tesla-Tochter Grohmann aus Prüm in der Eifel hilft Curevac bei der Herstellung eines Corona-Impfstoffs.

Dabei sind die Grohmann-Ingenieure hauptsächlich auf Maschinen zur Batteriefertigung für Elektroautos spezialisiert. Allerdings lässt sich die Technologie auch anderweitig anwenden. In Prüm entwickelt Tesla Grohmann Mini-Fabriken – jede von der Größe eines Autos – auf denen sich Impfstoffe und auch andere Arzneimittel herstellen lassen. Der Vorteil: Die Anlagen sind transportabel und könnten flexibel überall dort eingesetzt werden, wo die Infektionen besonders hoch sind und Impfstoffe benötigt werden.

Die Initiative zum Bau der Mini-Fabriken ging von Curevac aus. Schon vor Jahren hatten die Tübinger beim damaligen Familienunternehmen Grohmann angefragt, ob deren Ingenieure solche Anlagen bauen könnten. 2017 übernahm dann Tesla den Maschinenbauer aus der Eifel. „Tesla baut als Nebenprodukt RNA-Minifabriken für Curevac und möglicherweise andere“, twitterte Musk dazu vor einigen Monaten.

Curevac testet derzeit seinen Corona-Impfstoff; eine mögliche Zulassung wird für Mitte 2021 erwartet. Seit einigen Wochen ist Curevac an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet; Tesla ist dort bereits länger notiert. Beide Unternehmen können sich derzeit über steigende Kurse freuen. Hauptaktionär von Curevac ist SAP-Mitgründer Dietmar Hopp, auch der Bund ist beteiligt.

Curevac ist freilich nicht die einzige Station beim Deutschland-Besuch von Elon Musk. Der Schrecken der Autoindustrie reist danach weiter zur Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin.

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