Autoindustrie: VW-Tochter Traton stockt Angebot für Navistar deutlich auf

0/50 Bewertungen

Autoindustrie VW-Tochter Traton stockt Angebot für Navistar deutlich auf

Die Holding für die Marken MAN und Scania will fast 3,6 Milliarden Dollar für die restlichen Anteile zahlen – an dem sie mit 16,8 Prozent beteiligt ist.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Die Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton erhöht inmitten in der Coronakrise ihr Übernahmeangebot für den US-Partner Navistar kräftig. Die Holding für die Marken MAN und Scania will nun fast 3,6 Milliarden Dollar für die restlichen Anteile an dem Lkw-Hersteller zahlen, an dem sie bereits mit 16,8 Prozent beteiligt ist, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Das sind rund 700 Millionen Dollar mehr als bislang geboten. Die bereits Ende Januar unterbreitete Offerte von 35 Dollar hob Traton nun auf 43 Dollar je Navistar-Aktie an. Es wäre die erste große Übernahme für Traton seit dem Börsengang im Juni vergangenen Jahres. Auf dem amerikanischen Nutzfahrzeugmarkt spielt Volkswagen – anders als die Rivalen Daimler und Volvo – bisher kaum eine Rolle.

„Wir sind weiterhin der Auffassung, dass ein vollständiger Zusammenschluss von Traton und Navistar überzeugende strategische Vorteile für beide Seiten bietet“, erklärte der neue Traton-Chef Matthias Gründler. „Deshalb bekräftigen wir trotz der derzeitigen Situation durch die Covid-19-Pandemie unser Interesse an dieser Transaktion.“

Volkswagen war vor mehr als drei Jahren bei Navistar für 256 Millionen Dollar eingestiegen. Damals mussten die Wolfsburger nur 15,76 Dollar je Aktie des angeschlagenen US-Unternehmens zahlen. Schnell kamen Spekulationen über eine Erhöhung der Beteiligung auf, die durch den Börsengang von Traton noch befeuert wurden. Warum die Offerte jetzt angehoben wurde, blieb zunächst unklar.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*