Autobauer: Betriebsratschef sieht VW bei Elektroautos gut aufgestellt

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Autobauer Betriebsratschef sieht VW bei Elektroautos gut aufgestellt

Bernd Osterloh sieht gute Chancen, den US-Hersteller bei der Software zu überholen. Einführung einer Vier-Tage-Woche sei bei VW wiederum kein Thema.

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Der Automobilkonzern Volkswagen ist aus Sicht des Betriebsratschefs Bernd Osterloh auf einem guten Weg, sich gegen den Elektroauto-Pionier Tesla zu behaupten. „Inzwischen sind wir mitten drin in der Elektrifizierung unserer Flotte“, sagte Osterloh der Zeitung „Welt am Sonntag“.

Er sehe gute Chancen, dass VW den US-Hersteller Tesla bei den Stückzahlen und bei der Software überholen könne. „Wenn Tesla drei Fabriken aufbaut, in denen man zwischen 300.000 und 500.000 Autos bauen kann, dann reden wir von einer Stückzahl zwischen 900.000 und 1,5 Millionen“, so der Betriebsratschef. „Das wollen wir 2023 auch erreichen, wahrscheinlich schon früher.“

VW habe mit dem modularen Elektrobaukasten einen großen Vorteil. „Darauf können wir beliebige Fahrzeuge aller Marken bauen.“ Tesla baut derzeit eine Elektroautofabrik in Grünheide bei Berlin. Ab Sommer 2021 sollen dort rund 500.000 E-Autos im Jahr vom Band rollen. Die komplette umweltrechtliche Genehmigung durch Brandenburg steht allerdings noch aus.

Osterloh zufolge könnten Elektroautos auch im Stammwerk Wolfsburg gebaut werden. „Es besteht natürlich die Möglichkeit, den Standort Wolfsburg auf Elektroautos umzurüsten“, sagte er. „Wenn die Stückzahlen der Verbrenner stark runtergehen, dann werden wir als Betriebsrat fordern, dass wir hier auch ein Batteriefahrzeug fertigen.“

Für eine Vier-Tage-Woche zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei der Umstellung auf E-Autos sieht Osterloh keinen Anlass. VW habe bereits einen Zukunftspakt abgeschlossen, sagte Osterloh der „Welt am Sonntag“. Dieser sei ausreichend für den Strukturwandel. Momentan könne auch nicht von weniger Arbeit die Rede sein. Den Golf habe der Konzern im Juni und Juli auf Vorjahresniveau produziert, es würden Sonderschichten gefahren. „Die Vier-Tage-Woche ist für VW kein Thema“, sagte Osterloh.

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