Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger: Neue Härte, neuer Ton

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Als Ingo Kramer 2013 seine Antrittsrede gehalten hatte, reizte das die Bundeskanzlerin zu einer kleinen Erwiderung. Das sei ja doch ein „sehr selbstbewusster“ Auftritt gewesen. Seitdem sind sich Angela Merkel und der Arbeitgeberpräsident ungezählte Male begegnet. Und bei aller Kritik in Sachfragen hat Kramer stets seinen großen Respekt für die Kanzlerin betont. Eine Wertschätzung, die auf Gegenseitigkeit beruhte.

Denn Kramer ist ein Charakter, wie er in Merkels engerem Umfeld geschätzt wird: kundig, aber ohne Bugwelle. Sein Amt interpretierte er im Stil des hanseatischen Kaufmanns, der er war: ruhig und verbindlich.

Das dürfte sich nun ändern. Sein Nachfolger Rainer Dulger, bisher Chef von Gesamtmetall, ist pointierter, schärfer, direkter. In einer Zeit, in der die Verteilungskonflikte nach Corona wachsen werden, sich Wachstumsfragen mit neuer Dringlichkeit stellen, kann der Heidelberger genau die richtige Wahl sein.

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